Vor einiger Zeit berichteten wir von einer geplanten Internet-Pornosperre in Großbritannien. So ganz ernst genommen hatten wir das Ganze nicht, und an der Umsetzung gezweifelt, doch nun ist es tatsächlich so weit. Wie man sich doch täuschen kann.

Im Detail handelt es sich um eine Kindersicherung, die bei allen Neukunden der British Telecom automatisch aktiviert ist. Bestandskunden dagegen erhalten demnächst einen Brief, in dem sie darum gebeten werden, der Sperre nachträglich zuzustimmen. Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein. Jedenfalls gilt zukünftig: Wer nackten Frauen und Männern im Netz nun bei ihrer Arbeit zusehen möchte, benötigt einen Code, den er (oder auch sie) nach jeder neuen Einwahl ins Netz erneut eingeben muss. Sicherlich nervig, doch immerhin hat der Kunde die Wahl, sich für eine von drei Filterstufen zu entscheiden – streng, moderat oder leicht.

Der Gedanke, Kinder vor pornografischen und gewaltverherrlichenden Inhalten zu schützen, ist zwar durchaus lobenswert, hat aber auch den bitteren Beigeschmack von Zensur. Bei diesem Thema dürften die Meinungen folglich weit auseinandergehen. Ähnlich wie mit den Waffengesetzen in den USA. So ein M16 dient ja schließlich auch nur dem Schutz.

Quelle: N24