Männer, wir fordern eine Schweigeminute für alle pornoliebenden Briten. Ende 2013 wird Internetseiten mit pornografischen Inhalten der Riegel vorgeschoben. Dies bedeutet, dass bestimmte Websites in eine schwarze Liste eingetragen und von sämtlichen Browsern standardmäßig blockiert werden. Möchten die Briten trotzdem Hand an sich selbst anlegen, genügt aber scheinbar ein Mausklick und die Seite wird freigegeben. Stellt der Mann des Hauses irgendwann entnervt den Filter ab, stellt dieser sich nach einer Weile automatisch wieder ein.

Das System wurde bereits vor zwei Jahren von der Abgeordneten Claire Perry angekündigt, aber bis dato nicht umgesetzt. Es wird kritisiert, dass die Internetprovider keine Jugendschutzfilter anbieten, sondern sich die Eltern darum kümmern müssen. Schließlich müssen ja Internetanbieter und die Regierung die Kinder erziehen und nicht die Eltern, wie man es schon in der Vergangenheit so oft gehört hat ...

Kritiker sehen in diesen Pornofiltern den ersten Schritt in Richtung des zensierten Internets. Perry wünscht sich auch Filter für Internetseiten, in denen Essstörungen und Selbstverletzungen positiv dargestellt werden. Die Webseiten von »Britain & Ireland‘s Next Top Model« und anderen Casting-Shows könnten also auch bald auf der schwarzen Liste landen.

Quelle: Spiegel