Wir alle wollen sie, wir alle brauchen sie: Pornos! Tagtäglich surfen Millionen Internetnutzer auf Pornoseiten, erleben einen Moment der Ekstase und widmen sich dann wieder den weniger entspannenden Dingen des Lebens zu. Seit letztem Jahr gibt es in Großbritannien einen sogenannten Pornofilter, der seitens der Internetbetreiber installiert ist und somit sämtliche Pornoseiten im Internet blockt. Die Idee fand die Niedersächsische Landesmedienanstalt so gut, dass sie einen ähnlichen „Schutz“ auch für Deutschland forderte.

Andreas Fischer, Direktor der Anstalt, fordert, dass Provider wie die Telekom von Haus aus Pornofilter installieren. Möchte man doch auf Pornoseiten surfen, könne man sich beim Anbieter dafür freischalten lassen. Ein ähnliches Modell wie in England also. Fischers Vorschlag stieß jedoch auf Ablehnung aus Rheinland-Pfalz. „Ein Modell wie das in Großbritannien wurde und wird von den Ländern nicht diskutiert, denn es soll keine Netzinfrastruktur geschaffen werden, die derart kontrolliert werden kann“, heißt es in einer Stellungnahme.

Die Filter in Großbritannien lassen sich übrigens nicht nur abschalten, sondern sogar erweitern: beispielsweise wenn man nicht möchte, dass das Kind sich Gewalt im Internet anschaut. Oder man beauftragt einfach einen IT-Spezialisten, der die Seiten für das Kind schlicht sperrt.

Ganz ohne Bevormundung durch den Staat.