Alte Software soll man pflegen – oder auf den Müll werfen und sich umorientieren. Bleibt man nämlich bei veralteter Software hängen, kann dies bitterböse Folgen haben, wie jetzt neue Sicherheitslücken im Internet Explorer zeigen. Betroffen sind laut den Sicherheitsexperten von FireEye die Internet-Explorer-Versionen 7 und 8 unter Windows XP sowie 8 und 9 unter Windows 7. Es darf jedoch halbwegs aufgeatmet werden, denn der Angriff zielt hauptsächlich auf englischsprachige Installationen des verhassten Browser-Stiefkindes ab.

Am gefährlichsten leben derzeit Japaner, denn angeblich soll der Schadcode gezielt auf einer „strategisch wichtigen“ japanischen Website für internationale Sicherheitspolitik platziert worden sein. Eine komplette Entwarnung gibt es für europäische Nutzer jedoch nicht, denn der Schadcode soll sich laut FireEye recht simpel auf anderssprachige IE-Versionen ummünzen lassen.

Offenbar lernen Internetkriminelle dazu, denn wie eine Untersuchung ergeben hat, schreibt sich die Schadsoftware direkt in den Arbeitsspeicher, anstatt zunächst auf der Festplatte zwischengeparkt zu werden. Dadurch hat es ein Antivirenprogramm erheblich schwerer, den Schädling aufzuspüren und unschädlich zu machen.

Nutzer, die unter Windows 7 und 8 bereits den Internet Explorer 11 nutzen, müssen sich keine Sorgen machen: Microsoft arbeitet bereits an einem Sicherheitsupdate, welches die Lücke schließen soll.

Quelle: Spiegel