Als westliche Entwicklerfirma ist Microsoft im asiatischen Raum nicht so beliebt wie die vergleichbare regionale Konkurrenz. Ein gutes Beispiel dafür sind die seit jeher schwächelnden Verkaufszahlen der diversen XBox-Inkarnationen. Um nun also ihren neuen Internet Explorer 11 an den Mann zu bringen, muss es zielgerichtete Werbung richten.

Im Zuge seiner Rolle als Sponsor des Anime-Festival Asia 2013, welches vom 8. bis zum 10. November in Singapur stattfindet, beauftragte Microsoft die Damen und Herren der 'Collateral Damage Studios', ihrem Browser eine personifizierte Animefigur auf den digitalen Leib zu schneidern. Heraus kam ein Mädel namens Inori Aizawa, das so gut ankam, dass in Zusammenarbeit mit 'CACANi Animation' ein zweiminütiges Filmchen produziert wurde, in welchem die Dame Roboter verkloppt, wodurch sinnbildlich die Stärken des Explorers vermittelt werden sollen.

Interessant zudem, dass Microsoft auf der Facebook-Seite des fiktiven Mädels recht selbstkritisch mit sich ins Gericht geht. Dort äußert reflektiert Inori nämlich: "Als ich jünger war, war ich ein ungeschicktes, langsames und peinliches Mädchen. Aber die Leute haben mir gesagt, dass ich im Lauf der Zeit wirklich gereift bin und mich verändert habe, ganz so wie in der Geschichte vom hässlichen Entlein. Jetzt habe ich Vertrauen in meine Fähigkeiten und möchte euch gern zeigen, was ich so alles kann. Warum lernt ihr mich nicht ein bisschen besser kennen?"

Eine nette Idee, wie wir finden, jedoch dürfte diese Werbekampagne bei uns im Westen kaum Anklang finden. Hoffen wir mal, dass Microsoft auch hierzulande mit einer originellen Idee aufwartet. Immerhin hat der Explorer auch hier einen schlechten Ruf!