Das Kabelnetz setzt sich langsam aber sicher gegenüber der DSL-Technologie durch – viele Deutsche beziehen bereits ihr Internet auf diesem Weg und sind von den immensen Geschwindigkeiten begeistert. Netzanbieter Vodafone hat bekanntgegeben, dass bereits mehr als 2,5 Millionen Haushalte in über 100 Städten das Internet mit 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) nutzen können – bei einer Upload-Geschwindigkeit von beeindruckenden 50 Mb/s. Der Name des Vodafone-Tarifs: „Red Internet & Phone 500 Cable“.

Der schlägt im ersten Jahr mit 19,99 Euro monatlich zu Buche und wird im zweiten Jahr auf 49,99 Euro/Monat erhöht. Die Bereitstellungsgebühr für diesen Tarif beziffert sich auf einmalige 49,99 – doch diese Kosten gleicht Vodafone mit einem 100-Euro-Bonus bei Online-Bestellung aus. Nach und nach plant der Netzbetreiber nun, sein gesamtes Angebot auf 500 Mbit/s auszuweiten: 2019 wird laut Angaben Vodafones der Ausbau zu einem ganzen Gigabit (1000 Mbit/s) anvisiert. Auch andere Betreiber im Kabelnetz kratzen an der 500-Mbit-Marke: So etwa bei den Anbietern Unitymedia und Tele Columbus, die ihren Kunden 400 Mbit/s bieten. Anbieter wie EWE und Deutsche Glasfaser bringen es bereits jetzt auf Tarife mit 1 Gigabit pro Sekunde.

Schnell, aber noch selten

In den Glasfasernetzen dieser Anbieter liegt die Möglichkeit, schnelle Anschlüsse großflächig und vollumfänglich bereitzustellen. Dabei ist die 1-Gbit/s-Marke das vorläufige Ziel – bei Vodafone hat man schon größere Pläne, denkt über Anschlüsse mit 20 Gbit/s nach, die die Zukunft darstellen sollen. Herkömmliches DSL ist dagegen weitaus langsamer, meistens gehen die Möglichkeiten nicht über eine Höchstgeschwindigkeit von 100 MBit/s hinaus – obwohl dies laut Angaben der „Computer Bild“ im regionalen Bereich durchaus möglich wäre, wenn man auch hier auf Glasfaser für das DSL-Netz setzen würde.

Die DSL-Anbieter punkten indes mit ihrer Auswahl – es gibt nicht nur vereinzelte Unternehmen, sondern eine Menge. Möchte man statt via DSL hingegen sein Internet über den Kabelanschluss bekommen, fällt die Anzahl der Provider überschaubar aus: Neben Vodafone bieten nur Unitymedia, Tele Columbus sowie einige regionale Kabelnetzbetreiber diese Option. Mit DSL sind die Kunden also nach wie vor anpassungsfähiger unterwegs – doch wer Geschwindigkeit möchte, setzt besser auf Kabel-Anbieter.

Quelle: computerbild.de