Hattet ihr schon mal den untrüglichen Eindruck, dass eure Freunde den Verstand zu verlieren scheinen, wenn es um das Thema „Soziale Medien“ geht? Dass sie regelrecht krank werden? Eine aktuelle Studie erhärtet diesen Eindruck. Denn ihr zufolge gehen von den sozialen Netzwerken durchaus psychische Gesundheitsgefahren aus. Insbesondere Instagram-Nutzer sollen gefährdet sein.

Das Foto-Netzwerk gehört zu den beliebtesten Diensten weltweit, hat über 800 Millionen Anwender und bracht einst den Berufszweig des sogenannten „Influencers“ hervor. Doch genau dieses Instagram kann auch psychische Erkrankungen verstärken und begünstigen, wie die aktuelle Untersuchung zeigt. 
Für die Studie „#StatusofMind“ waren 1479 Nutzer im Alter zwischen 14 bis 24 Jahren befragt worden, was sie bei der täglichen Nutzung sozialer Netzwerke fühlen würden. Dabei offenbarte sich, dass der Besuch der Seiten keineswegs eine Hilfe ist: Psychische Probleme würden durch die Portale regelrecht angeheizt.

Instagram bezieht Stellung

Ganz weit vorne: Instagram. Schlafstörungen, das Gefühl, etwas zu versäumen, und ein schlechtes Körpergefühl waren bei den Nutzern an der Tagesordnung. Eine ähnlich schlechte Quote wies auch Snapchat auf. Durchgeführt wurde die Untersuchung von der britischen „Royal Society for Public Health“. Deren Chefin, Shirley Cramer, sieht die Ergebnisse mit Sorge:

„Es ist interessant zu sehen, dass Instagram und Snapchat die schlechtesten Anbieter sind, wenn es um psychische Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden geht. Beide Plattformen konzentrieren sich sehr auf Bilder. Offenbar treiben sie das Gefühl von eigener Unzulänglichkeit und Angst an.“

Instagram reagierte umgehend auf die Ergebnisse: „Wir möchten, dass Menschen, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, auf Instagram Unterstützung finden, egal wann und wo sie diese benötigen. Darum arbeiten wir mit Experten zusammen, um der Community die Tools und die Informationen zu geben, die sie brauchen“, so Michelle Napchan, Head of Policy des Unternehmens.

Weiter führte sie aus: „Diese beinhalten auch die Möglichkeiten, Beiträge zu melden, Unterstützung für einen Freund, um den man sich sorgt, zu finden oder direkt mit Experten in Kontakt zu treten, um sie um Rat zu bitten, wenn man mit einem Problem zu kämpfen hat.“

Die Untersuchung verhehlte nicht, dass Instagram durchaus auch positive Auswirkungen haben könne, etwa, weil sich die Nutzer selbst verwirklichen oder ausdrücken könnten. Gleiches gelte für Facebook und YouTube.

Quelle: computerbild.de