Google gibt es mittlerweile so lange, dass man heutzutage kein Tagebuch oder Erinnerungsalbum mehr braucht, wenn man mal einen nostalgischen Abend verleben möchte. Einfach den eigenen Namen in die Suchmaschine tippen, und schauen, was man vor Jahren so getrieben hat. Einem Spanier gefiel das allerdings gar nicht, und siehe da: Er erwirkte einen Erlass des Europäischen Gerichtshofes zugunsten der User.

Der werte Herr sah seine Privatsphäre verletzt, da sein Name über Google mit einer Zwangsversteigerung in Verbindung gebracht wurde, die über 15 Jahre zurücklag. Also wendete er sich an die Datenschutzbehörde, und diese sich an den Europäischen Gerichtshof. Der Spanier bekam recht und die Richter sprachen folgendes Urteil: Bürger in der Europäischen Union haben ein Recht auf die Löschung ihrer persönlichen Daten im Internet!

Unter bestimmten Umständen muss Google also fortan Verweise auf Internetseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus den Ergebnislisten seiner Suchmaschine entfernen, so ihr das denn wollt. Denn zuvor müsst ihr euch natürlich erst einmal mit eurem Anliegen an den Betreiber der Suchmaschine wenden. Sollte das Unternehmen dem nicht nachkommen, kann man sich den Luxemburger Richtern zufolge an das zuständige Gericht wenden.

Wir begrüßen dieses Urteil und sind uns sicher, dass ein gewaltiger Berg Arbeit auf den Konzern zukommt. Wenn sich nun noch jemand über die GEZ beschweren könnte ...

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Quelle: Focus