In Zeiten des NSA-Skandals verwundert es nicht, dass das Internet ein Ort voller Sicherheitslücken ist. Nun wurde bekannt, dass Nutzer des Google-Browsers Chrome von Betreibern anderer Webseiten abgehört werden können.

Laut dem israelischen IT-Experten Tal Ater lässt sich Chrome so manipulieren, dass Nutzer über das integrierte Laptop-Mikrofon bespitzelt werden können. Tal Ater sagte, sobald ein Chrome-Nutzer einer Webseite die Erlaubnis erteilt, das eigene Mikrofon zu benutzen, sei der Angriff sofort möglich.

Potenzielle Angreifer könnten sich dann durch ein neues Browser-Fenster dazwischenschalten, das im Hintergrund läuft. Sollte man dieses Fenster entdecken, zeigt es nicht an, wie bei Chrome sonst üblich, dass das Mikrofon aktiviert ist. Bereits im September 2013 stieß Ater auf diese Sicherheitslücke. Das Unternehmen reagiert allerdings bis dato noch nicht mit einem Update auf dieses gravierende Problem.

Man selbst kann diese Sicherheitslücke schließen, indem man die Spracherkennung im System abschaltet. Das Technikmagazin „The Verge“ zitiert einen Unternehmenssprecher: „Wir haben uns den Fall erneut angeschaut und glauben, dass es kein unmittelbares Problem darstellt, weil der Nutzer schließlich jeder Seite einzeln erlauben muss, auf das Mikrofon zuzugreifen.“

Quelle: Sueddeutsche