eBay-Kleinanzeigen ist ein beliebter Dienst, der sich bei den Nutzern ungebrochener Beliebtheit erfreut. Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis jemand nachziehen und ähnlichen Service offerieren würde. Mit „Marketplace“ hat Facebook einen Online-Flohmarkt einen Service in ausgewählten Ländern gestartet, auf dem die Nutzer Dinge verkaufen können – ohne, dass ein solches Inserat etwas kosten soll.

Der Testlauf für das Projekt beginnt in vorerst vier Regionen: In den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland geht „Marketplace“ an den Start. Vorerst dort nur über die Facebook-App erreichbar, soll später eine Variante für Desktop-Rechner folgen. Es ist nicht bekannt, wann das Projekt in andere Länder und somit zu uns kommt – nur, dass es auf jeden Fall im Rest der Welt folgen soll. eBay und Craigslist dürfen sich also auf Konkurrenz gefasst machen.

Flohmärkte attraktiv für Nutzer

Laut Facebook-Produktmanagerin Mary Ku würden jeden Monat rund 450 Millionen Menschen Flohmarktgruppen des Sozialen Netzwerks aufsuchen – Tendenz steigend. Dort wird alles Mögliche gehandelt, von Möbeln und Büchern bis hin zu Tabletop- oder Videospielen. Kein Wunder also, dass das soziale Netzwerk ein Stück vom Kuchen abhaben möcht – und sei es nur die Verweildauer der Nutzer auf der Seite.

Die Nutzung soll dabei mit der App denkbar einfach sein: Man schießt ein Foto des zu verkaufenden Artikels mit dem Smartphone, legt den Ort des Angebots fest, beschreibt das Produkt und ordnet den Gegenstand in eine Kategorie ein. Der jeweilige Käufer kann nach genau diesen Kriterien, Ort, Artikelinfos und Kategorie, suchen und eine Offerte unterbreiten. Danach handeln Verkäufer und Interessent die Umstände privat aus – ohne Käuferschutz wie bei Ebay, wohlgemerkt. Es gibt also einen Wermutstropfen. Das Ganze läuft dabei jedoch gebührenfrei ab.        

Fotos: Facebook

Quelle: heise.de I