Es gibt Dinge, von denen redet man ein ganzes Leben lang – doch sie treffen nie ein. Der oftmals erhoffte Sechser im Lotto, etwa. Oder diese eine, ganz besondere Reise an einen exotischen Ort, die man aus irgendwelchen Gründen doch nie machen wird. Eines dieser Dinge ist der „Dislike“-Button („Gefällt mir nicht“) auf Facebook. Doch damit soll bald Schluss sein – denn der kommt. Wenn auch anders als erwartet.

Denn es soll mehr Möglichkeiten geben, Nichtgefallen, Anteilnahme und andere Reaktionen als nur per „Gefällt mir“-Daumen auszudrücken. Mark Zuckerberg, Begründer und Vorstandsvorsitzender der Seite, hat sich einmal mehr in einer Fragestunde den Nachfragen der Nutzer des Sozialen Netzwerks gestellt und dies einem FB-Nutzer aus Kairo gegenüber bestätigt. Der hatte nämlich gefragt, warum es nicht weitere Buttons wie „Tut mir leid“, „Interessant“ oder eben „Gefällt mir nicht“ gibt.

"Heute ist ein besonderer Tag"
Zuckerbergs überraschende Antwort: „Heute ist ein besonderer Tag. Denn heute darf ich tatsächlich preisgeben, dass wir daran arbeiten. Wir stehen kurz davor, eine erste Testphase zu beginnen.“

Dem CEO von Facebook zufolge war es schwieriger als gedacht, so einen Button in die Tat umzusetzen. Was unter anderem daran lag, dass man eben nicht nur einen „Gefällt mir nicht“-Button machen wollte – der würde Facebook nämlich in einen Ort verwandeln, bei dem dauernd Postings oder Inhalte positiv bewertet oder eben per „Dislike“ abgewertet würden.

„Die Leute suchen keinen Button, mit dem sie die Postings anderer Nutzer abwerten können – was sie wirklich möchten, ist eine Möglichkeit, mehr Empathie auszudrücken. Nicht jeder Moment ist schön – teilst du also etwas, das dich negativ berührt, sei es wie im Moment die Flüchtlingskrise oder der Verlust eines Familienmitglieds, dann mag es sich für andere falsch anfühlen, ihre Anteilnahme durch ein 'Gefällt mir' auszudrücken.“

Der Test dieser neuen Ausdrucksformen soll „in Kürze“ starten. Wir halten euch auf dem Laufenden, wenn es so weit ist.

Fotos: GongTo / Lukas Gojda / Twin Design / Shutterstock.com |

Quelle: Spiegel