Eifersucht des Partners könnte auf das soziale Netzwerk Facebook zurückzuführen sein. Zumindest belegt dies eine US-amerikanische Studie, die im Journal of Cyberpsychology & Behaviour veröffentlicht wurde. Demnach gefährden Facebook und Google+ Liebesbeziehungen.

Die amerikanischen Psychologen nennen das Phänomen, welches unter Nutzern sozialer Netzwerke weit verbreitet ist, „Facebook-bedingte Eifersucht“. Je mehr Zeit ein Partner auf Facebook verbringt, desto eifersüchtiger war er auch in seiner Beziehung.

Auslöser für Eifersucht seien hauptsächlich Fotos, die den Partner mit ehemaligen Beziehungen zeigen, heißt es in der Studie. Auch der weiterhin bestehende virtuelle Kontakt mit dem Ex-Partner sei schädlich. „Wie im wahren Leben, so verhindert auch der virtuelle Kontakt im Netz mit dem Ex, dass der Liebeskummer heilt und sich der Betroffene besser fühlt“, bestätigt die US-Psychologin Brenda K. Wiederhold.

Auch deutsche Psychologen warnen derweil vor Facebook als Beziehungskiller. Facebook diene als Überwachungsinstrument. „Es ist eine starke Verführung, im Netzwerk zu verfolgen, was der andere macht und mit wem er Kontakt hat. Das kann zu Eifersucht und Missverständnissen führen“, so Anna Zacharias, Fachreferentin für Jugendberatung in Wuppertal.

Als Tipp erklärt Zacharias, dass es helfe, Beziehungen auf die „reale Welt“ zu beschränken und keinen Kontakt in sozialen Netzwerken zu haben. Gerade jungen Menschen falle dies aber schwer, da diese auf ihre Beziehungen stolz seien und sie auf Facebook preisgeben wollen.