Es gibt neben der Politik nicht viele Bereiche, die dermaßen im Fokus der Kritik stehen, wie Facebook. Leider zeigt sich immer wieder, dass die Skepsis dem sozialen Netzwerk gegenüber nicht unbegründet ist. Denn wie jetzt bekannt wurde, missbraucht der Konzern seine User gerne mal ungefragt als Versuchskaninchen.

Einem Bericht von „The Information“ zufolge, startete Facebook ein Experiment, um die Loyalität der unwissenden Nutzer zu testen. Dazu ließ man ganz bewusst die Android-App für einige Stunden immer wieder abstürzen, um herauszufinden, wann die Betroffenen die App als solches aufgeben würden. Und auch hier bietet sich wieder der Vergleich zur Politik an: Denn wie sich zeigte, kehrten die Nutzer trotz aller Unzufriedenheit immer wieder zu Facebook zurück.

Laut den vorliegenden Quellen fand besagter Versuch bereits vor Jahren statt. Des Weiteren wurde in einem nicht näher benannten „kleinen Land“ die Android-App für eine Woche aus dem Google Playstore entfernt und stattdessen auf einen speziellen Link zum Download verwiesen. Vor dem Hintergrund einer schlechter werdenden Beziehung zwischen dem Netzwerk und Google kann davon ausgegangen werden, dass Facebook damit testen wollte, ob man seine Dienste auch unabhängig von der Mutter aller Suchmaschinen unters Volk bringen kann.

Den Vogel schoss Facebook, wie „The Next Web“ berichtete, aber 2014 ab, als man dort zu Studienzwecken gezielt die Feeds zahlreicher User mit negativen Posts spickte, um zu erforschen, wie sich ein negativer beziehungsweise positiver Newsfeed auf das Nutzerverhalten auswirkt.

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