Internet: Behörden wollen beliebte Pornoseite sperren – Kostenlose Pornoseiten im Netz sind den Behörden mit Blick auf den quasi nichtexistenten Jugendschutz schon lange ein Dorn im Auge. Im Juni des letzten Jahres strebte die Landesanstalt für Medien NRW unter anderem ein Verfahren gegen einen der großen Anbieter mit Firmensitz in der Republik Zypern an, verstößt es doch gegen deutsches Recht, dass die Volljährigkeit nicht explizit nachgewiesen werden muss.

Doch die Bemühungen blieben bislang ohne Erfolg

Das Unternehmen „Mindgeek“, verantwortlich für Seiten wie Pornhub, Youporn und Mydirtyhobby, kam der Aufforderung zur Nachbesserung in Sachen Jugendschutz nicht nach. Zudem weiß man dort, seinen Hosting-Provider, auf dessen Server die Inhalte liegen, gut zu verschleiern. Wenn man diesen nicht kennt, gestaltet sich eine Sperrung in Deutschland schwierig.

Einem Bericht des IT-Portals „Golem“ zufolge ist den Behörden beim Vorgehen gegen ein anderes Portal nun aber ein Durchbruch gelungen.

Die Landesanstalt Medien NRW konnte den Provider der „xHamster“-Server ausfindig machen

Wie die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) mitteilte, sei der Provider nun angewiesen worden, „das Angebot für den Abruf aus Deutschland zu sperren“.

Weiter heißt es: „Dieser Schritt ist notwendig, weil der Host-Provider bislang untätig geblieben ist, obwohl die Landesanstalt für Medien NRW ihn von der Rechtswidrigkeit des Angebotes in seiner derzeitigen Form und der Untersagung der Verbreitung in Deutschland Kenntnis gesetzt hat.“

„Fehlende Altersverifikation nicht nachvollziehbar“

Damit wird es richtig eng für die Internetseite, die hierzulande im Beliebtheitsranking immerhin Platz 15 belegt. Ohne Umsetzung eines den Vorlagen der KJM entsprechenden Altersverifizierungssystems droht eine offizielle Sperrverfügung. Eine solche will der Host-Provider jedoch zunächst juristisch intensiv prüfen lassen. Immerhin dürfte XHamster zu den ganz dicken Kunden zählen. Eine Klärung vor Gericht könnte Jahre dauern.

Allerdings hapert es bei xHamster nicht nur beim Jugendschutz. Auch Inhalte, die gegen den Willen oder gänzlich ohne Kenntnis der darin abgebildeten Personen von Seiten Dritter hochgeladen werden, sind mittlerweile zu einem großen Problem geworden.

So groß, dass xHamster bereits vor Monaten die Upload-Funktion für Fotos deaktivierte.

Quelle: techbook.de