Amazon meint es ernst. Nach Buchhandlungen, Supermärkten und auch Packstationen/Logistikern nimmt der Versandhausriese scheinbar ein weiteres Ziel ins Visier. Offenbar plant das Unternehmen eine Spieleplattform für den PC ähnlich Valves oder EAs Diensten Steam beziehungsweise Origin – und will diese Vertriebsplattform in den Video-Streaming-Dienst „Twitch“ integrieren. Dies geht aus einigen neuen Patentanmeldungen des Konzerns hervor.

Der Wirtschaftsanalyst Colin Sebastian von Lazard Capital hat überdies Stellenausschreibungen Amazons gesichtet, die den Schluss nahelegen, dass das Unternehmen seine Spiele-Websites erweitern will. Konkret hat Amazon nicht weniger als 500 Stellen für Software-Entwickler ausgeschrieben. Die nötige Infrastruktur für eine solche Vertriebsplattform à la Steam ist beim Amazon bereits in Grundlagen vorhanden: Der Versandhaus-Gigant bietet bereits seit Jahren Bücher und Musik in elektronischer Form an.

Ein Spiele-Download-Portal würde sich im Portfolio des Unternehmens daher gut machen. Spieler können von einer solchen Entwicklung nur profitieren. Denn über die kürzeren Vertriebswege hinaus, die uns den Gang zum nächsten Geschäft ersparen, bieten reguläre Downloads eigentlich nur den Vorteil, dass weniger Verpackungsmüll anfällt. Preislich bedeuten Downloads abseits von Rabatt-Aktionen und Sales in den wenigsten Fällen einen Unterschied zur Ladenversion. Bekommt Steam also Gegenwind und Konkurrenzdruck, könnten die Zocker aus dem entstehenden Preiskampf ihre Vorteile ziehen.

Quelle: winfuture.de