Zur Weihnachtszeit werden unsere Geldscheine zu Lemmingen, die sich blind und ohne nachzudenken in den Abgrund der unzähligen Händlerkassen werfen. Das ist dem Handel natürlich bewusst, weshalb dieser sich das Recht herausnimmt, die Preisschraube immer weiter anzuziehen, je näher das Fest rückt. So auch Internetgigant Amazon: bis zu 40 Prozent Preiserhöhung bei den Versandkosten für alle Nicht-Prime-Kunden!

Das ist mal eine Ansage. Allerdings gilt dies nicht für alle Produkte. In Sachen Medien, also Software, Games und Konsolen, Drogerieartikel, Lebensmittel, Fashion und Sportbekleidung bleibt es bei 3 Euro für den Standardversand. Alles andere schlägt dafür aber zukünftig mit 3,99 Euro zubuche. Wählt ihr den Premiumversand, dürft ihr statt wie bisher 6 Euro nun 7,99 Euro hinblättern. Noch deftiger ist die Erhöhung beim Morning Express, also der garantierten Lieferung am nächsten Morgen: Dort springt der Preis von 9,99 Euro auf stolze 13,99 Euro! Prime-Kunden, die kürzlich schon eine Kostensteigerung des Jahresabos von 50 auf 70 Euro hinnehmen mussten, bleiben aber wie gesagt verschont.

Der Fairness halber sei gesagt, dass Amazon in Sachen Versandkosten schon seit jeher enorme Verluste von jährlich gut 4,2 Milliarden Euro einfährt. Darin sind zwar auch die Kosten für die Logistikzentren enthalten, allerdings dürfte jedem einleuchten, dass Weihnachten den Versandriesen in dieser Hinsicht sehr teuer zu stehen kommt. Der Mindestbestellwert von 29 Euro für kostenlosen Versand bleibt übrigens bestehen. Und wer klug ist, legt einfach noch ein Buch oder Hörbuch in den Versandkorb, denn dann kostet die Lieferung von Amazon-Produkten unabhängig vom Mindestbestellwert sowieso nix.

Quelle: chip.de