Werbebanner sind eine nervige Angelegenheit, aber für viele Websites dringend notwendig, da sich diese über diese Werbung finanzieren. Kleine Plug-Ins wie Adblock und Adblock Plus sperren eben jene Werbebanner und sorgen dafür, dass vielen Websites, unter anderem Redaktionen, das nötige Kleingeld fernbleibt.

ProSiebenSat1, IP Deutschland und auch RTL Interactive haben nun Klage gegen Eyeo eingereicht. Eyeo ist die Mutter hinter Adblock Plus. Die Firmen haben bereits in den vergangenen Monaten starte Kritik am Geschäftsmodell von Adblock Plus geäußert. Die Werbung wird unterdrückt – soviel ist klar – sind jedoch bestimmte Kriterien erfüllt, können sich die Unternehmen auf eine sogenannte Whitelist eintragen lassen und die Werbung wird durch den Adblocker zugelassen. Der Clou: Ab einer bestimmten Unternehmensgröße muss eine Gebühr für das Whitelisting gezahlt werden.

Im Klartext heißt dies also, dass Werbung blockiert wird, die den Unternehmen wertvolles Geld einbringt, und um diese freizuschalten, muss Geld gezahlt werden, um an eben jenes Geld zu kommen. Klingt pervers? Ist es auch!

Auch weitere Unternehmen, wie die Bauer Media Group oder Tomorrow Focus Media, wägen gerade juristische Maßnahmen ab.

Quelle: Horizont