Das ist gut/schlecht:

Als Action-Rollenspiel verzichtet „Ys Origin“ auf lahme Rundenkämpfe und setzt voll auf flotte und unkomplizierte Echtzeit-Gefechte. Während Hugo mit zwei magischen Artefakten in bester Twin-Stick-Shooter-Manier um sich ballert, setzt Yunica auf den Nahkampf. Dazu gesellen sich noch drei Elementkräfte, die ihr im Laufe des Spiels erlernt.

Mittels der Kraft der Winde erzeugt Hugo zum Beispiel eine schützende Blase, die Treffer abwehrt und den Magier zudem noch weiter springen lässt. Feuer beschwört zwei brennende Kugeln herauf, die euch umkreisen und Feinden bei Berührung Schaden zufügen aber auch Fackeln entzünden, während ihr Blitze nutzt, um Bomben zu platzieren und Gegner und Wände zu sprengen.

Bequemerweise könnt ihr mittels der Schultertaste schnell zwischen den Fähigkeiten hin und her wechseln, um die drei Fähigkeiten bei Bedarf zu kombinieren, die sich durch Gedrückthalten der Taste zum Auslösen sogar noch in ihrer Wirkung verstärken lassen. Zwar kostet das alles magische Energie, doch diese lädt sich relativ flott automatisch wieder auf.

Artefakte zu finden, erweitert dazu euren Bewegungsradius, indem sie euch unter Wasser länger die Luft anhalten und Doppelsprünge ausführen lassen. Weitere Ausrüstung in Form von schützenden Mänteln und Schuhen sind für Rollenspielverhältnisse rar gesät, aber dafür natürlich entsprechend wertvoll. Wenn ihr sie in den Weiten des Turmes denn findet.

Dieser erinnert in seinem Aufbau ein wenig an einen riesigen, mehrstöckigen Zelda-Dungeon, ohne dabei allerdings jemals dessen Rätsel-Niveau zu erreichen. Dafür sind in „Ys Origin“ die Feinde zahlreicher und die Kämpfe herausfordernder. Erst recht, wenn ihr auf einen der kniffligen Bossgegner trefft, die euch schon früh alles abverlangen.

Glücklicherweise ist ein Speicherstein aber nie allzu fern, an welchem ihr mit gesammelter Kohle zudem weitere Verbesserungen, wie verringerten Magieverbrauch oder eine Verstärkung der Hauptwaffe, erwerben könnt.