Zwar hatten Fans der Yakuza-Reihe erst im April den Abschluss der Traditions-Reihe zu verdauen, lange traurig sein mussten sie jedoch nicht. Denn anstatt dem weißgekleideten Haudegen Kazuma Kiryu seine wohlverdiente Rente zu gönnen, steht mit „Yakzua Kiwami 2“ nur wenige Monate nach dem vermeintlichen Abschied bereits die remasterte Version des zweiten Teils bereit, der ursprünglich 2006 für die Playstation 2 erschien. Rückt also eure Schulterpolster zurecht und ölt eure Karaoke-Stimme, denn es geht zurück nach Kamurocho.

Darum geht’s:

Als Neuauflage hält sich „Kiwami 2“ inhaltlich strikt ans Skript des Originals, welches unter Kennern als das Beste der Reihen gehandelt wird. Der Friede zwischen den rivalisierenden Tojo- und Omi-Clans ist brüchig, ein Krieg infolge des Mordes an einem hochrangigen Mitglied auf Seiten der Tojo scheint unvermeidlich. Richten soll es der ehemalige vierte Vorsitzende Kazuma Kiryu, dessen Bemühungen, ein Bündnis zu schmieden, von einen hausgemachten Putsch vereitelt werden.

Fortan ist es eure Aufgabe, den drahtziehenden Fiesling Ryuji Goda in seine Schranken zu weisen, indem ihr euch mit euren Fäusten einen Weg durch die von Intrigen durchzogenen mafiösen Strukturen bahnt. Wenn ihr angesichts der vielen Nebenbeschäftigungen überhaupt Zeit dafür findet.

Denn neben der typisch ausufernden Geschichte und den derben, überzeichneten Prügeleien ist die Yakuza-Reihe vor allem für die unzähligen Mini-Spiele und teils abstrusen Nebenquests bekannt. Während Dart und Baseball noch recht geerdet daherkommen, dürften die meisten westlichen Spieler verständnislos den Kopf schütteln, wenn es gilt, am Urinal mittels der Druckstärke eures Strahls Wind zu erzeugen, um den Rock einer Dame zu lupfen.