Das ist schlecht:

Geht ihr mit allzu großem Ehrgeiz an die Sache heran, solltet ihr eine gewisse Frustresistenz mitbringen. Das Fahrerfeld hinter sich zu lassen, ist dank des Verzichts auf einen Gummibandeffekt nicht allzu schwer, allerdings kann euch ein unvermittelter Crash schnell ein paar Reifen und somit den sicher geglaubten Sieg kosten. Leider gibt euch das Spiel keinerlei Hinweise auf sich nahende Kontrahenten, was es vor allem in der coolen Cockpitperspektive zusätzlich erschwert, Kollisionen zu vermeiden. Und solltet ihr bereits früh ins hintere Feld geraten, fällt das Aufholen schwer.

Leider hat man für die Konsolenversion das unnötig komplizierten Upgradesystem der PC-Version übernommen und überdies abermals versäumt, das insgesamt eher nüchtern präsentierte Spielgeschehen mit abgedrehten Mini-Spielen etwas aufzupeppen. Zwar seid ihr in „Wreckfest“ auch mal mit ungewöhnlichen Vehikeln wie einem Aufsitzmäher, Schulbus oder gar einer fahrenden Couch unterwegs, an den Party-Faktor eines „FlatOut“ reicht dies jedoch bei weitem nicht heran.

Gelungene Portierung des bislang PC-exklusiven Verschrottungsspektakels auf Konsole. Optik und Spielbarkeit stimmen, die anarchischen Rennen haben ordentlich Wumms und das umfassende Schadensmodell sucht seinesgleichen. Insgesamt präsentiert sich „Wreckfest“ zwar etwas trocken, wer aber Bock hat, auf der Piste wie zu besten „FlatOut“-Zeiten mal wieder richtig die Sau rauszulassen, ist hier goldrichtig!

„Wreckfest“ ist für PC, Playstation 4 und Xbox One erhältlich.