Blizzard Entertainment feiern dieser Tage das 10-jährige Jubiläum ihres MMORPG-Giganten „World of WarCraft“. Passend dazu ist seit dem 13. November die fünfte Erweiterung unter dem Namen „Warlords of Draenor“ live. Es gibt somit einiges zu feiern, auch dass die Abonnenten wieder auf krasse zehn Millionen Spieler angestiegen sind. Natürlich haben auch wir uns in die Onlinewelt von Azeroth gestürzt, um den neuen Kontinent Draenor unter die Lupe zu nehmen. Was wir auf unserer langen Reise alles gefunden haben und ob Blizzard eine gescheite Erweiterung gelungen ist, verraten wir euch in unserem Test.

Darum geht’s:

Kriegsfürst Garrosh Höllschrei macht mal wieder auf dicke Hose, wobei er mit der neuen Erweiterung mitsamt seiner Eisernen Horde durch das Dunkle Portal in die Vergangenheit flieht. Genauer gesagt nach Draenor, die Heimat der gefürchteten Ork-Clans. Von dort aus will er ein neues Portal erschaffen und zugleich eine Invasion vorbereiten, um die Zukunft Azeroths zugunsten der Eisernen Horde zu beeinflussen. Da müssen nun natürlich eure Helden her, um dieses finstere Unterfangen zu unterbinden. Draenor bereitet euch eine riesige Plattform mit sieben neuen Zonen voller Quests, Monster, Weltbosse, Dungeons sowie Schlachtzügen. Nachdem ihr die Tutorial-Zone Dschungel von Tanaan durchlaufen habt, beginnt das neue Spielerlebnis in den Startzonen der Horde oder Allianz. Nun gilt es, von Stufe 90 bis zur neuen Maximalstufe 100 aufzusteigen und euch allerlei Gefahren sowie Herausforderungen zu stellen.

Das ist gut:

Es gibt vorrangig zwei Dinge, die uns total gefallen haben. Zum einen ist es die gewaltige Flut an kleineren und größeren neuen Inhalten. Da weiß man anfangs gar nicht, wo man anfangen soll. Zum anderen ist es diese gute Atmosphäre im Spiel, die an den Charme und das Flair alter „Classic“-Zeiten erinnert. Dazu trägt neben dem bombenstarken Soundtrack auch das Design der Zonen bei, die mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet wurden. In dieser wunderschönen Spielwelt sticht dann das größte Highlight hervor, die Garnisonen. Jeder Spieler erhält nämlich mit Draenor seine eigene Kriegsbasis, von der ihr eure Abenteuer startet. Diese instanzierte Garnison ist also euer Eigenheim, das ihr in drei Stufen ausbauen könnt. Zudem ist der Bau diverser Gebäude für eure Berufe sowie Nebenberufe möglich. Auch diese lassen sich ausbauen und man kann mit der Zeit mächtige Waffen, Rüstungen sowie wertvolle Gegenstände herstellen. Überdies lassen sich jede Menge Ressourcen generieren, Reittiere, Haustiere oder auch Gimmicks herstellen. Nebenher findet und rekrutiert ihr eine Armee an NPC-Helfern, die ihr leveln und die ihr auf Missionen schicken könnt. Dies und einiges mehr bringt jede Menge neuen Zusatzinhalt in die Welt der Kriegskunst.

Was ebenso gut gefallen hat, sind die Vielzahl an neuen Quests. Vor allem jene, die sowohl tolle Storylines als auch coole Inszenierungen vorzuweisen haben. Neben der Hauptquest warten auf euch etliche Daylies, Berufs- sowie Garnisonsmissionen, eine neue Legendary-Questreihe sowie komplett neu eingeführte Bonusquests. Darüber hinaus gibt es einfach hammermäßig viel Neues in Draenor zu entdecken. Es streifen Weltbosse durch die Lande und richtig viele Rare Mobs wollen getötet werden, damit sie euch mit edlen Waffen, Rüstungen und Gegenständen belohnen. Ebenfalls gut gefallen die Schätze, die man nun in der Spielwelt finden kann. Außerdem könnt ihr Außenposten eurer Garnison errichten, es warte neue zähmbare Pets sowie Mounts und natürlich gibt es frische PVP-Schlachtfelder. Wem das nicht genügt, macht sich in die acht neuen Dungeons oder die beiden Schlachtzüge auf, um mächtig Beute zu machen. Es gibt einfach so viel, das mit „Warlords of Draenor“ eingeführt wurde, es würde an dieser Stelle einfach nur den Rahmen sprengen!

Das ist schlecht:

Wo so viel Licht ist, da muss es doch auch ein wenig Schatten geben. Ja die gibt es auch in der insgesamt sehr starken Erweiterung. So sind viele Quests einfach nur typische Standardaufgaben in Form von „töte so und so viele Feinde“ oder ähnliche Farm- sowie Grind-Missionen. Ebenso die Tatsache, dass man seinen Charakter relativ schnell auf die Maximalstufe bringen kann, ist alles andere als prickelnd. Zudem sind die Instanzen im normalen Modus recht einfach zu bewältigen. Was besonders in den ersten Tagen jedoch am meisten gestört hatte, waren die massiven Serverprobleme, die ein Spielen fast nicht zugelassen haben. Aber hier arbeitet Blizzard auf Hochtouren und hat sich bereits öffentlich entschuldigt – und prompt sämtliche Abonnenten mit fünf Tagen Gratisspielzeit entschädigt.

„World of WarCraft“ hatte mit seinen letzten Erweiterungen echt zu kämpfen, doch mit „Warlords of Draenor“ schlägt Blizzard Entertainment mit aller Macht zurück. Die Story ist total stimmig wie auch die komplette Atmosphäre im Spiel. Dazu diese enorme Ladung an neuen Inhalten wie die eigene Kriegsbasis, spannenden Questreihen, neuen Zonen sowie Dungeons und Schlachtzüge. Warlords of Draenor ist ein echtes Content-Monster, lädt in ein intensives, toll inszeniertes Abenteuer ein und bietet unzählige neue Spielstunden. Vor allem aber hat man es geschafft, die verloren geglaubte WoW-Faszination zurückzuholen. „World of WarCraft: Warlords of Draenor“ ist nicht nur die umfangreichste Erweiterung, sondern auch die stimmigste. Ein echtes Meisterwerk der Kriegskunst! In diesem Sinne: Lasst die Orks ruhig kommen!