Über zehn Jahre rotieren die Server des erfolgreichsten Online-Rollenspiels der Welt ‘World Of WarCraft’ und ein Ende ist nicht in Sicht. Der neueste Streich von Blizzard Entertainment ist die sechste Erweiterung mit dem Namen ‘Legion’, die Millionen Spielern des MMORPGS neues Gaming-Futter rund um die Welt Azeroths liefert. Und der Content des neuen Add-ons ist extrem umfangreich. Somit können sich alle WoW-Helden auf unzählige weitere Stunden Spielspaß und Schlachtengetümmel freuen. Ein echtes Online-Epos wartet auf seine Fortsetzung und deshalb haben wir uns den dämonischen Heerscharen gestellt und sagen euch, ob die lange Reise rund um den neuen Kontinent der Verheerten Inseln lohnt.

Darum geht’s:

Natürlich dreht sich in ‘Legion’ alles um die neue Storyline. Diese bringt die Brennende Legion unter Illidan Sturmgrimm zurück ins Spiel. Richtig gelesen, so wie damals in einem der stärksten Add-ons, ‘The Burning Crusade’ aus dem Jahre 2007. Im neuen Kapitel erzählt Blizzard, wie sich beide Fraktionen von Horde und Allianz der neuen Bedrohung gemeinsam stellen müssen. Denn in der Online-Saga sorgt das Vordringen der dämonischen Brennenden Legion in die schöne Welt Azeroth für reichlich Chaos sowie Zerstörung. Die Legion leitet die Rückkehr des Verheerers der Welten ein, genauer gesagt die des dunklen Titanen Sargeras. Da mit ihm nicht gut Kirschen essen ist, flüchten die Helden erst mal auf die mystischen Verheerten Inseln. Schließlich liegt dort das Mittel zum Sieg über das Böse – werden sie an jenem Ort nämlich mit legendären Kräften vertraut gemacht, um die Dämonenarmee fortzujagen.

Da müssen nun natürlich eure Helden her, um dieses finstere Unterfangen zu unterbinden. Dabei gilt es, von Stufe 100 bis zur neuen Maximalstufe 110 aufzusteigen und euch allerlei Gefahren sowie Herausforderungen zu stellen. Die Verheerten Inseln bieten euch eine riesige Plattform mit ganzen neun neuen Zonen wie Aszuna, Val'sharah, Hochberg oder Sturmheim. Übrigens fungieren die gerade genannten Zonen als Level-100-Startgebiete, wo Gegner mit dem Level des eigenen Helden skalieren. Selbstverständlich sind sämtliche Gebiete abermals toll designt und abwechslungsreich. Zudem sind sie vollgepackt mit neuen Quests, Monstern, Weltbossen, zehn Dungeons sowie den beiden Raids „Der smaragdgrüne Albtraum“ und „Die Nachtfestung“.

Das ist gut:

Neben der neuen Storyline und den frischen Abenteuern in den Zonen rund um die Inseln macht die neue Heldenklasse des Dämonenjägers richtig Laune. Eine temporeiche Klasse, die sich als Schadensausteiler, aber auch als Tank spielen lässt. Zudem spielt sich der Dämonenjäger erfrischend anders. Wählt man den Glaiven-Schlitzer, startet man auf dem Level 98 und ist von den Rassen der Nachtelfen aufseiten der Allianz sowie den Blutelfen aufseiten der Horde wählbar. Positiv wie negativ sind indes die Änderungen bei den altbekannten Klassen, wo man die Spezialisierungen überarbeitet und die Talente entschlackt hat, um ein einfacheres Gameplay zu erzeugen. Das schmeckt Veteranen weniger, Neulingen aber um so besser.
Richtig cool sind zudem die neuen Artefaktwaffen sowie klassenspezifische Ordenshallen. Vor allem die mächtigen Waffen nehmen eine zentrale Rolle im Add-on ein. Sie lassen sich am Anfang der Erweiterung finden und im Verlauf des Spiels durch eine Questreihe weiter aufwerten, aber auch mit Relikten verstärken. Jede Klassenspezialisierung erhält dabei eine einzigartige Artefaktwaffe, die man zudem optisch individualisieren kann. Mit den Ordenshallen hat Blizzard nun Vereinsheime für jede Klasse geschaffen, wo sich Allianz- als auch Horde-Spieler treffen.

Das dritte große Positivum sind natürlich die neuen Dungeons sowie die beiden Raids, die echte Herausforderungen, knackige Bosse und natürlich mächtige Items bieten. Vor allem setzen die Entwickler auf eine langzeitige Motivation, was die Instanzen betrifft. Neben den drei bekannten Schwierigkeitsgraden werden dort nun sogenannte Schlüsselsteine zu finden sein, die bei erneuten Durchläufen der jeweiligen Instanz den Schwierigkeit weiter anheben. Ja, die sechste Erweiterung bietet wirklich einschneidende und vor allem gute Neuerungen. Wobei das Spiel noch so viele weitere Inhalte bietet wie neue Mounts, Pets, Erfolge, Geheimnisse, ein neues Ehrenssystem für PvP-Spieler oder das neue Transmogrifikationssystem. Aber alles aufzuzählen, würde hier unseren Rahmen sprengen. Was aber noch wirklich positiv auffällt, ist die Verbesserung der Technik, die die Welt der Kriegskunst noch schöner macht und diese einzigartige Fantasy-Atmosphäre intensiviert.

Das ist schlecht:

Sicherlich gibt es hier und da Änderungen, die den einen oder anderen stören. Aber die positiven Aspekte überwiegen so stark, dass man Stolpersteine locker unter den Tisch fallenlassen kann.

Fazit: Wir können uns hier relativ kurzfassen. ‘World of WarCraft- Legion’ gehört mit zum Besten, was Blizzard in Bezug auf die Online-Saga an Erweiterungen nachgeliefert hat. Die neue Heldenklasse macht richtig Laune, die Artefaktwaffen sind cool und das System drum herum umfangreich. Zudem ist die neue Storyline richtig spannend, tiefgreifend und wird atmosphärisch erzählt. Dazu kommen die ganzen kleinen und größeren Neuerungen sowie der neue Kontinent, der nicht nur geil ausschaut, sondern auch extrem viel Abwechslung bietet. Zudem werden mit den Instanzen, Weltbossen sowie Raids neue Herausforderungen geboten. In dieser Erweiterung steckt so viel Tolles drin und sie wird Abenteurern, Glückrittern, Entdeckern, PvP-Fightern und Raid-Gruppen lange Zeit beste Unterhaltung bieten. Well done, Blizzard! Und nun: Auf in die Schlacht!