Das ist schlecht:

Während die Vertonung mit tollen englischen Sprechern und an die Situation angepasster Musik glänzt, patzt „We happy Few“ leider auf technischer Seite. Natürlich darf und muss man von einem Indietitel kein „Witcher III“-Niveau erwarten, plötzlich aufploppende oder kurzzeitig verschwindende Gegner können einem den Schleichspaß jedoch gehörig verderben.

Hinzu kommen Clipping-Fehler und Einbrüche der Framerate in belebten Szenen, sowohl in der PS4- als auch in der Xbox-One-Version, die sich generell technisch ebenbürtig sind. Angesichts der vergleichsweise niedrigen Anforderungen an die Hardware stoßen zudem die Ladezeiten vor und auch während des Spieles negativ auf.

Als störend empfanden wir zudem den starken Schwerpunkt auf das Sammeln von Ressourcen, die teils sogar notwendig sind, um in der Story voranzukommen. Auch die damit verbundenen zwangsläufigen Kämpfe stellen in ihrer Hektik einen eher weniger spaßigen Aspekt des Spieles dar. Leider wiederholen sich diese spielerischen Elemente häufig und auch die aufgrund der skurrilen Charaktere zunächst interessant erscheinenden Nebenaufgaben entpuppen sich viel zu oft als lahme Bringdienste.

Es scheint, als haben die Macher am Ende zu viel gewollt, und die einzelnen Gameplay-Elemente quasi ungeschält in den Topf geworfen, um mit „We happy Few“ eine möglichst breite Masse satt zu machen. Hier wäre weniger wohl mehr gewesen. So viel zum Thema Konformität.

"We Happy Few" ist ab sofort für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.

Herrlich verstörend inszeniertes Action-Adventure mit origineller Drogen-Prämisse in einer alternativen Zeitlinie und tollem Artdesign. Story und Charaktere überzeugen auf ganzer Linie, in Sachen Gameplay und Technik stolpert „We Happy Few“ jedoch immer wieder über die eigenen Füße.