Das ist schlecht:

Noch ist es natürlich ein wenig zu früh, wirklich zu sagen, was gut oder schlecht ist an „Watch Dogs Legion“. Es gibt aber durchaus den einen oder anderen Aspekt, der etwas Sorgen bereitet und das hat mit dem Gesamtkonzept des Spiels zu tun. 

Dadurch, dass ihr im Grunde keine feste Hauptfigur habt, sondern im Grunde jeden beliebigen NPC spielen könnt, geht natürlich die Identifikation mit der Spielfigur flöten. Ob man so eine echte Bindung zu dem Titel aufbauen kann, bleibt abzuwarten. Auch bleibt offen, inwieweit sich die Fähigkeiten und Perks auf die Dauer abnutzen, oder ob es durch neue Charaktere immer wieder belebende und neue Elemente gibt.

Überdies bleibt fraglich, ob die Story ohne Hauptfigur überhaupt fesseln kann oder ob sie im gewaltigen Gesamtpaket aus Aktivitäten mehr oder minder untergeht und nur eine Nebenrolle spielt. Noch ist also nicht geklärt, ob die Missionen und Aufgaben trotz aller Freiheiten auf Dauer genug Abwechslung bieten und sich nicht zu sehr wiederholen. 

Fazit:

„Watch Dogs Legion“ entpuppt sich bisher als umfangreicher, enorm kreativer Open-World-Spielplatz, in dem man sich mächtig austoben und der Fantasie freien Lauf lassen kann. Die Vielfalt der Aufgaben, Charaktere, Waffen, Gadgets und Möglichkeiten ist beeindruckend und wird gerade auch Spieler ansprechen, die einen Hang zu skurrilen Ideen und deren Verwirklichung in einem Videospiel haben. 

Offen ist allerdings, ob und wie lange das Spiel fesseln kann oder ob sich die spielerischen Möglichkeiten doch zu rasch abnutzen. Ebenso fraglich ist, ob Story und Missionen auf die Dauer motivieren, oder sie im kreativen Open-World-Chaos untergehen. Sollte Ubisoft auf solche Fragen eine spielerische Antwort haben, könnte „Watch Dogs Legion“ das Zeug zur echten Spaßbombe haben – ganz ohne Hacks.