Mit der Kunst verhält es sich seltsam – nehmen wir zum Beispiel Installationen: Was der eine für eine geniale Arbeit hält, aus der die Tiefe der Seele des Künstlers spricht, ist für den anderen nur ein abgestellter Eimer mit einem Putzlappen und einem Wischmopp daneben. Bei bildlicher Kunst ist es das Gleiche. Etwa bei Graffiti oder Street Art. Manch einer findet so etwas genial, doch konservativere Naturen sehen in dieser urbanen Kunst oft nur „widerliches Geschmiere“.

Für alle Sprayer und Straßenkünstler, die ihr Handwerk erst einmal auf legale Weise erlernen beziehungsweise für all die, die überhaupt erst mal auf Nummer sicher gehen wollen, ist etwas ganz Unverbrauchtes, Tolles, in der digitalen Pipeline: der ‘Kingspray Graffiti Simulator VR’. Der bietet genau das, wonach er klingt. Virtuelle Graffiti mit euren Händen sprühen, ganz ohne Maus und Tastatur. Das Teil ist dermaßen fantastisch gelungen, dass man es gesehen haben muss, um es zu glauben. Gut, dass es da diesen neuen Trailer gibt, der den Simulator in Aktion zeigt.

An einem nicht näher genannten Termin zwischen dem 16. und dem 22. Mai soll die Software per Steam VR erhältlich sein, dann dürft ihr selbst Hand anlegen und grauen Beton oder rostige Dieseltanks am Bahnhof mit einer Palette von Millionen Farben, verschiedenen Caps und Styles in unsterbliche Kunstwerke verwandeln. Und zwar ohne dass euch dabei die Damen und Herren in Grün-Weiß im Genick sitzen oder ihr wochenlang wegschrubben dürft, was ihr geschaffen habt.