Zocken macht gewalttätig, zocken macht dumm, zocken vereinsamt – wir kennen die Vorurteile zu Genüge. Aber kaum jemand kam zu dem Schluss, dass das Zocken auch cleverer machen könnte. Eine Studie der George Mason University will nun beweisen, dass sich durch das Videospielen die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen steigern und ihn somit schlauer machen lassen.

152 Probanden stellten sich dem ultimativen Test, darunter 72 männliche und 80 weibliche 14-Jährige. Im Durchschnitt spielten die Testsubjekte 12,6 Stunden in der Woche. Weibliche Teilnehmer spielten im Vergleich zu ihren männlichen Mitstreitern jedoch weniger. Die Auswertung ergab, dass sich das Spielen positiv aufs Hirnwachstum auswirkt. Die Bereiche des Gehirns, welche für die kognitiven Fähigkeiten zuständig sind, seien somit positiv beeinträchtigt und zum Wachstum angeregt worden. Eine Rückentwicklung des Hirns im Zusammenhang mit Videospielen konnte nicht festgestellt werden.

Die kognitiven Fähigkeiten umfassen unter anderem Denk- und Wahrnehmungsvorgänge, die bewusst und unbewusst abgerufen werden. Darunter fallen das Denken, das Merken, die Lernfähigkeit sowie Konzentration, aber auch die Fähigkeit zur Schlussfolgerung.