Wir bei MANN.TV sind durch die Bank Zocker. Nun gut, die Einen gehören mit ihren hochgezüchteten Rechnern zwar einer Herrenrasse an und haben entsprechend nur spöttische Blicke für den Konsolenpöbel übrig. Doch auch wenn diese erhabene Gattung Mensch es womöglich nicht wahrhaben möchte, sind wir, was Gaming betrifft, dennoch von einem Schlag. Und zwar insofern, als dass wir bereitwillig einen Teil unserer Freizeit fürs Daddeln reservieren und gleichermaßen wütend werden, wenn Video/Computerspiele von irgendwelchen konservativen Vollnoobs mal wieder verteufelt werden, nur weil irgendein ungeliebter Irrer irgendwo durchdreht.

Seht uns unseren Zynismus bitte nach, aber es nervt schon ziemlich, wenn man immer wieder mit einem potentiellen Psychopathen gleichgesetzt wird, nur weil man besonders gut darin ist, seine Headshots ins virtuelle Ziel zu bringen. Aber keine Sorge, wir wollen die ewig gleichen Argumente an dieser Stelle nicht abermals auf den Tisch bringen, sondern tatsächlich sogar eher etwas selbstkritisch werden.

Zocken ist ein Hobby

Und als solches dient es der Zerstreuung. Man lenkt sich gezielt vom ermüdenden Alltag ab, und macht Kopfurlaub in digitalen Welten. Somit dient Daddeln per Definition der Entspannung, und tatsächlich haben diverse Studien nachgewiesen, dass dabei Aggressionen abgebaut werden.

Aber seien wir doch mal ehrlich: Viele dieser Aggressionen werden beim Zocken überhaupt erst aufgebaut. Jeder, der ernsthaft spielt, weiß das! Oder habt ihr etwa noch nie den Drang verspürt, das Pad vor lauter Frust gegen die Wand zu werfen oder eure Tastatur zu zerdeppern?!

Unter dieser Prämisse werfen wir doch einfach mal einen Blick in die Daddelzimmer dieser Welt und erfreuen uns an einem bunten Strauß aus Wutanfällen, in denen sich sicherlich so mancher von uns wiedererkennt.

Entspannen … pft, am Arsch! Fakt ist: Wer vollkommen relaxt vor dem Bildschirm sitzt, der cheatet! So nämlich!