Es kracht wieder robotermäßig in Deutschland, im großen Transformers-Stil. Denn mit „Ära des Untergangs“ ist der vierte Teil der Reihe im Kino eingeschlagen. Von Actiongroßmeister Michael Bay zum Leben erweckt, kann man auf die neuen Gesichter wie Hollywood-Star Mark Wahlberg gespannt sein. Kann er die Reihe als auch das Transformers-Vermächtnis gebührend weiterführen? Das verraten wir euch in unserer Kritik, nachdem wir dem Ruf des lauten krachenden, 166-minütigen Roboter-Gigantismus gefolgt sind!

Darum geht’s:

Diesen Sommer wird die unglaubliche Entdeckung eines Mannes die Welt in den Ausnahmezustand versetzen. Dabei werden die Grenzen der Technologie bis ins Unkontrollierbare überschritten und eine uralte Transformers-Macht die Erde an den Rand der Zerstörung bringen: Es ist die Ära des Untergangs. Der Kampf zwischen Mensch und Maschine, Gut und Böse, Freiheit und Versklavung, steht unaufhaltsam bevor. Es sind fünf Jahre nach den Ereignissen des dritten Teils vergangen. Mittlerweile hat eine geheime Regierungseinheit um Harold Attinger (Kelsey Grammer) die Jagd auf die restlichen Decepticons aufgenommen. Allerdings haben sie es auch auf die freundlichen und hilfsbereiten Autobots abgesehen. Denn für die Regierungseinheit sind alle Transformers eine Gefahr. Inmitten der neuen Lage gerät Autoschrauber und Erfinder Cade Yeager (Mark Wahlberg) zwischen die Fronten, als er bei der Suche nach Ersatzteilen auf Optimus Prime trifft. So verschlägt es ihn und Optimus wie auch Yeagers Tochter Tessa (Nicola Peltz) sowie ihren Freund Shane (Jack Reynor) mitten in den Konflikt zwischen der Spezialeinheit und den Transformers. Und obendrein gibt es nach wie vor viele fiese Decepticons, die auf Rache aus sind.

Das ist gut:

Bombastisch ist wohl das richtige Wort, um den neuen Action-Blockbuster um die Transformers zu beschreiben. Der Streifen ist laut, sehr laut. Es kracht an allen Ecken und Enden, es wird geballert und so gut wie alles in Schutt und Asche gelegt. Für alle Actionfreunde ist das natürlich ein riesiger Spaß. Dazu die neuen Dinobots, die Einzug halten. So langsam komplettiert sich somit das Transformers-Universum. Das gefällt, ebenso wie Mark Wahlberg, der seine Rolle als ballernder Vater inmitten des Blechkrieges ganz gut rüberbringt. Er läutet damit auch eine neue Ära ein, denn Teil vier ist der Beginn einer neuen Transformers-Trilogie, die Michael Bay plant. Sicher vermisst man irgendwo Shia LaBeouf und auch Sexgranate Megan Fox wünscht man sich immer noch zurück. Aber man gewöhnt sich schnell an die neue Besetzung, die frischen Wind mitbringt. Und diese Frischluft bietet Action pur, die von Anfang bis Ende mit Computeranimationen durchzogen ist.

Das ist schlecht:

Dies ist, eventuell den ersten Teil der Filmreihe noch ausgeklammert, einmal mehr ein reiner Action-Blockbuster, bei dem man einfach das Hirn ausknipsen muss. Denn Sinn und Verstand sucht man hier vergebens. Die ganzen Logiklöcher mal gar nicht mit eingerechnet. Hier und da wirken die Charaktere zudem recht seelenlos und ihnen geht einiges an Charisma flöten. Von Wahlberg und dem neuen Fiesling Stanley Tucci mal abgesehen. Negativ fällt zudem der Humor auf, der an einigen Stellen einfach zu sehr aus den Fugen gerät und so dafür sorgt, dass die Gags einfach nicht mehr funktionieren. Auch wenn das Actionfeuerwerk beeindruckt, so muss man dennoch sagen: „Manchmal ist weniger einfach mehr!“

Dumm wie Toastbrot, seelenlos wie Luzifer. Das werden „Transformers“-Gegner diesem Streifen sicherlich attestieren. Aber hey, wir haben es hier schlicht und ergreifend mit einem Bombast-Blockbuster zu tun. Da wird das Hirn eben nicht wirklich beansprucht, sondern man lässt sich in Fesseln legen von einem visuell-hochstilisierten Bilderkrieg, der in diesem Fall einer Vulkanexplosion an Actionelementen aller Art gleicht. Damit wäre dann die wichtigste Prämisse erfüllt, nämlich zu unterhalten – und genau das hat Michael Bay einmal mehr geschafft. Mal ganz davon abgesehen, dass Transformers-Fans sich über die wirklich coolen Dinobots freuen können. Somit bleibt unter dem Wertungsstrich einfach ein explosiver und überaus mitreißender Streifen, der sich einreihen wird in dieses erfolgreiche Franchise. Kurz: „Transformers – Ära des Untergangs“ wird alle Fans und Actionfreunde packen, denn hier lautet das Motto: „166 Minuten Roboter-Gigantismus!“