And the Winner is: Titanfall! Noch nicht mal erschienen, bricht dieses Spiel schon Rekorde und wurde auf der E3 mit Preisen überhäuft, wie noch kein anderer Titel zuvor. Da muss dann ja wohl irgendetwas dran sein, dachten wir uns - und reihten uns auf der Gamescom brav in die lange Schlange begieriger Pressefutzies ein, die es gar nicht abwarten konnten, den neuen Multiplayer-Shooter-Stern am Konsolenhimmel Probespielen zu dürfen.

Darum geht's:

In dem uns präsentiertem Level werden wir als Soldat in einer futuristischen Stadt namens 'Angel City' abgesetzt, um unser Sechs-Mann-Team am Leben zu halten und ebenjenes unseren Gegnern zu nehmen. Der Clou dabei: Sobald wir eine gewisse Zeit auf dem Feld überlebt haben, erhalten wir eine Meldung, dass unser Titan bereit ist. Schnell noch den Abwurfpunkt festlegen und kurz darauf kracht unser ganz persönlicher Mech vom Himmel. Als ein solcher haushoher Stahlgigant kämpft es sich doch gleich ganz anders. Doch Vorsicht: Die anderen haben ebenfalls alle einen Robo-Freund.

Das ist gut:

Spielen wir als Soldaten, flitzen wir dank Doppelsprung, Wandlauf und Jetpack herrlich agil durch Straßen und über Dächer, wodurch sich enorm dynamische Schlachten entwickeln. Zwar ist man als Mechpilot nicht mehr ganz so flott unterwegs, doch alles in allem steuern sich die Teile erstaunlich beweglich. Die Steuerung blebit dabei im Kern gleich und erfordert kein großes Umdenken.

Wer nun denkt, er sei im Titan sicher, der irrt: Nicht nur, dass uns andere Titanen nachstellen, auch ein kleiner Soldat kann auf unseren Kopf hüpfen und sich dort wie ein Rodeo-Reiter festkrallen. Und hat dieser erst einmal sein Magazin in der Hauptsteuerkonsole entleert, nützt uns unsere Größe auch nichts mehr. Wer schnell genug ist, rettet sich per Schleudersitz. Mit ein wenig Geschick könnt ihr nun eurerseits auf dem Riesenschädel eines gegnerischen Mechs landen, um euch zu rächen.

Ach ja, das Ganze sieht übrigens bombastisch aus, klingt bombastisch, und fühlt sich bombastisch an.

Das ist schlecht:

Angesichts der inszenatorischen und spielerischen Qualitäten ist es ein wenig verwunderlich, dass Titanfall als reine Multiplayer-Gaudi konzipiert ist. Zwar wird das Geschehen mit Einzelspieler-Elementen wie einer ausgewachsenen Storyline angereichert, doch allein wird man nicht glücklich. Als Online-Muffel steht man folglich dumm da.

Und da ist er wieder, der Onlinezwang! Titanfall ist ein grandios präsentierter Multiplayer-Shooter, der das Genre neu definieren wird. Geht als agiler Soldat auf Titanenjagd oder dreht den Spieß als Mechpilot kurzerhand um. Dynamisch, brachial und sieht unverschämt gut aus! Da kommt was Großes auf uns zu!