Die digitale Reise des Witchers Geralt von Riva hat mit „The Wild Hunt“ und den äußerst gelungenen DLCs seinen Abschluss gefunden. Das heißt aber natürlich nicht, dass das ursprünglich vom polnischen Schriftstellers Andrzej Sapkowski ersonnene Fantasy-Universum keine spannenden Geschichten mehr zu bieten hat. Da die Ressourcen für ausladende 3-D-Rollenspiele derzeit allerdings in ein gewisses Cyberpunk fließen, kommt das nächste Witcher-Rollenspiel „Thronebreaker: The Witcher Tales“ in einer etwas schlichteren Aufmachung daher und präsentiert sich als vollwertige Singleplayer-Erfahrung des beliebten Kartenspiels GWENT.

Darum geht’s:

Hä, was denn nun? Karten- oder Rollenspiel? Tatsächlich muss die Antwort darauf lauten: Beides! Im Zuge der 25- bis 30-stündigen Kampagne schlüpft ihr zu Zeiten des Zweiten Nördlichen Krieges in die Haut der Herrscherin Meve, Königin von Lyrien und Rivien, die sich einer Invasion des Kaiserreiches Nilfgaard zu erwehren versucht. Dazu bewegt ihr euch in Draufsicht und ansehnlicher Comic-Optik über fünf große Maps, sammelt Gold, Ressourcen und Verstärkung für eure Truppen.

Kommt es zum Kampf, wechselt ihr in eine GWENT-Arena. Eure gesamte Armee und alles was dazugehört – Nah- und Fernkämpfer, Banner, Tränke, usw. – wird in Kartenform dargestellt, wobei jeder Kämpfer oder jede Einheit über einen bestimmten Punktewert verfügt. Ziel ist es nun, grob formuliert, in zwei von drei Runden durch kluges Ausspielen des eigenen Decks die Reihen des Feindes zu lichten, um am Ende mit der höheren Gesamtpunktzahl als Sieger aus dem Match hervorzugehen. Klingt einfach, beschreibt aber gerade mal die Spitze eines verdammt großen Eisberges.