Das ist gut/schlecht:

Und eben jene riesige Welt haben die Mannen von Saber Interactive auf ein 32 GB-Modul eingedampft. Inhaltlich ändert sich dabei rein gar nichts, und so auch nichts an unserer Meinung, dass man diesen Meilenstein einfach gespielt haben muss. Die Quests sind abwechslungsreich, die Figuren fantastisch geschrieben, die Welt so lebendig wie kaum eine Zweite. Und auch in technischer Hinsicht hat man seinerzeit auf Playstation 4, Xbox One und PC eine Referenzmarke gesetzt.

Natürlich kann die vergleichsweise schwachbrüstige Switch da zu keinem Zeitpunkt mithalten, weshalb die Portierungs-Profis vor allem in Sachen Optik Kompromisse eingehen mussten. So fällt im Dock-Modus sofort die geringere Auflösung von 720p auf, die an der großen Glotze recht verwaschen und matschig daherkommt. Texturen laden mitunter sichtbar nach, Objekte ploppen wie aus dem nichts auf, einige Effekte wurde gar ganz wegrationalisiert, die Fernsicht ist geringer, Ladezeiten etwas länger. Zudem fällt die angepeilte Bildrate von 30 fps immer wieder ab.

Zwar wird im Handheldmodus gar nur eine Auflösung von 540p erzielt, dank der höheren Pixeldichte auf dem kleinen Screen sieht es aber dennoch deutlich besser aus als am TV. Die Steuerung könnt ihr zudem so einstellen, dass das Nintendo-Buttonlayout dem einer Playstation oder Xbox One entspricht und sogar an die Anpassung der Schriftgröße für den kleinen Screen wurde gedacht.

Und das ist auch gut so, denn das Alleinstellungsmerkmal des Switch- Ports ist eben die Möglichkeit, sich immer und überall, und vor allem ohne inhaltliche Einschränkungen, einem der besten Videospiele aller Zeiten widmen zu können.

Für den dicken Flatscreen bekommt ihr das Spiel in besserer Optik auf den großen Konsolen freilich deutlich billiger. Aber sich auf langen Bahnfahrten die Zeit mit Geralt, Yennefer, Vesemir, Ciri und wie sie alle heißen vertreiben zu können, das bietet euch keine der Hochglanzversionen.

Wir sind zutiefst beeindruckt: Eines der besten Videospiele aller Zeiten gibt es nun auch für unterwegs. Die Switch-Version des Mammut-Rollenspieles „The Witcher 3“ kommt tatsächlich in vollem Umfang und ohne inhaltliche Einschränkungen auf dem kleinen Modul unter und fasziniert trotz ihres Alters nach wie vor mit einer lebendigen Welt voller fantastisch geschriebener Geschichten und Figuren. Die technischen Kompromisse, die für dieses Kunststück eingegangen werden mussten, fallen auf dem großen Bildschirm zwar sofort auf, im Handheld-Modus allerdings deutlich weniger ins Gewicht. Wer also schon immer mal einen Hexer in die Tasche stecken wollte, hat nun endlich die Gelegenheit dazu.