Das ist gut:

Bis auf ein paar Ankerpunkte, wie zum Beispiel dem zentralen Dorf, wird die Welt des Spieles bei jedem neuen Anlauf zufallsgeneriert, ebenso das Aussehen eures Helden. Das sorgt natürlich für viel Abwechslung bei der Vorbereitung auf den großen Endkampf. Zumal ihr nach eurem Ableben (oder Sieg, je nachdem) lediglich eure Levelstufe und euer Vermögen auf den nächsten Helden übertragen könnt. Das bedeutet, dass ihr eure Ausrüstung und euren Aufkleber (verleihen passive und aktive Fähigkeiten) immer wieder neu zusammenstellen müsst. Klingt nerviger, als es ist, denn tatsächlich macht das Ausprobieren immer anderer Taktiken einen großen Teil des Spielspaßes aus.

Auch die Nummer mit dem, von vielen Gamern gehassten, Zeitdruck ist am Ende halb so wild. Denn in den zu erforschenden Dungeons steht die Uhr still. Ihr habt also alle Zeit der Welt, die klugen Rätsel zu lösen, Schätze zu sammeln und Bosse zu legen, um Mormo bereits im Vorfeld zu schwächen. Zudem könnt ihr die Uhr unter den richtigen Voraussetzungen auch zurückdrehen.

Wie ihr die Nummer letzten Endes angeht, ist eure Sache. Todesmutige stürzen sich sofort auf die Hexe, und versagen mit großer Wahrscheinlichkeit. Klüger ist es von daher, sich die Sorgen und Nöte der Bewohner im Dorf anzuhören, diverse Nebenquests zu absolvieren und dabei ordentlich zu leveln. Das ist mitunter auch nötig, denn einige Dungeons lassen sich nur betreten, wenn ihr stark genug seid.

Da das griffige Kampfsystem jedoch gut von der Hand geht und die verschiedenen Attacken und Elemente je nach Gegnergattung durchaus etwas Taktik erfordern, geht man gerne auf Monsterjagd. Dazu steht neben dem Schwert eine ulkige Palette an Spielzeug-Waffen zur Verfügung, wie etwa ein Frisbee, Stacheljojos oder gar Superheldenkostüme. Schön dabei: Ihr könnt jederzeit einem Kumpel ein zweites Pad in die Hand drücken und Ditto gemeinsam erforschen.

Der Stil der drolligen Grafik ist freilich Geschmackssache, aber fraglos so toll inszeniert, dass „The Swords of Ditto“ optisch die Zeit überdauern wird. Denn zum einen ist das Spiel rein technisch eine runde Sache – man könnte meinen, es mit einer aktuellen Zeichentrickserie zu tun zu haben, wozu auch der launige Soundtrack seinen Teil beiträgt – und zum anderen ist Charme nun einmal zeitlos.