Das ist schlecht:

So spannend die inhaltliche Grundprämisse, so überrascht waren wir, dass diese beim Spielen arg in den Hintergrund gerät. Auf eine dolle Geschichte mit einprägsamen Momenten solltet ihr im Falle von „The Surge 2“ nicht hoffen, was insbesondere mit Blick auf die gute Eindeutschung echt schade ist. Auch die Endbosse, normalerweise inszenatorische und emotionale Highlight eines guten Soulsborne, haben nicht allzu dazu beizutragen, was sicherlich auch daran liegen mag, dass sich diese durch den cleveren Einsatz des neuen Heilsystems vergleichsweise einfach legen lassen.

Auch technisch muss „The Surge 2“ Federn lassen. Sowohl auf der Xbox One X als auch auf der Playstation 4 Pro hat das Spiel mit seinen Texturen zu kämpfen, die entweder spät laden oder schlicht Details vermissen lassen. Dazu geht die Bildrate mitunter arg in die Knie. Ansonsten geben sich die verschiedenen Konsolen-Versionen nicht allzu viel und lassen euch beide die Wahl, ob ihr mit schärferen Texturen oder einer besseren Bildrate spielen wollt. Kleinere bis mittlere Bugs wollen hüben wie drüben noch per Patch behoben werden.

Mit „The Surge 2“ liefern die Frankfurter Spielemacher von Deck 13 einen in nahezu allen Belangen verbesserten Nachfolger ab. Deutlich abwechslungsreicheres Leveldesign, stark erweiterte Gegnervielfalt, mehr Waffen und Rüstungen und viele kleiner Verbesserungen an dem ohnehin schon sehr coolem Kampfsystem machen das Spiel trotz unübersehbarer technischer Mängel zu einem der besten Vertreter im Soulslike-Bereich. Schade nur, dass die Story so arg stiefmütterlich behandelt wird.

„The Surge 2“ ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.