Das ist schlecht:

Im Laufe der Story sammelt Reed ein beachtliches Arsenal an Waffen zusammen, für die Munition in bester Survival-Horror-Manier allerdings rar gesät ist. Klingt zunächst ganz gut, leider gestalten sich die Schießereien gegen die immer wieder auftauchenden mutierten Monstrositäten extrem hakelig und schwammig. Echte Ballerfreude will da nicht aufkommen, woran auch der rudimentäre Skilltree – irgendein Rollenspiel-Element muss ja jedes Game heutzutage haben – sowie das Crafting-Feature und die damit verbundene Suche nach Ressourcen nichts zu ändern vermögen. Lauft im Zweifelsfall einfach weg. Das mag feige sein, erspart euch aber auch Frust.

Anders bewerten wir da die mitunter holprige Technik, da man nicht vergessen darf, es bei „The Sinking City“ nicht mit einem AAA-Hochglanz-Titel zu tun haben. Nein, so wirklich schön sind die Animationen und die puppenhafte Mimik der Charaktere nicht. Auch Ruckler, Tearing, Pop-ups, ewig lange Ladezeiten und seltsam anmutende KI-Macken fallen negativ ins Gewicht.

Mit Blick auf die Leistung des verhältnismäßig kleinen Teams und die selbst an den Straßenschildern von Oakmont abzulesende Liebe zum Detail sollte das aber keinen Lovecraft-Fan abschrecken! Und auch alle andere bekommen mit „The Sinking City“ einen hochspannenden Detektiv-Thriller mit erfrischend anderem Open-World-Ansatz serviert. Und Tentakeln natürlich!

Selten wurde der Cthulhu-Mythos so gelungen in Videospielform gegossen! „The Sinking City“ erzählt eine äußerst spannende Detektiv-Geschichte vor dem Hintergrund der Werke von H.P. Lovecraft und verlangt bei der Lösung der Fälle Aufmerksamkeit und echtes Mitdenken. Die hakeligen Schießereien und technischem Schwächen kratzen dabei nur geringfügig an der ansonsten grandios eingefangenen wahnhaften Atmosphäre der literarischen Vorlage.

„The Sinking City“ ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich. Eine Version für Nintendo Switch ist angekündigt.