„Ph'nglui mglw'nafh Cthulhu R'lyeh wgah'nagl fhtagn.“ Nein, der Autor dieser Zeilen hat nicht vollkommen übermüdet seinen Kopf auf die Tastatur fallen lassen, sondern eine unter Fans wohlbekannte Phrase aus dem Cthulhu-Mythos des Vaters der Weird Fiction H.P. Lovecraft zitiert. Obgleich dessen Werke aus dem Anfang des letzten Jahrhunderts stammen, erfreuen sie sich bis heute einer derart innigen Fangemeinde, dass das Tentakelmonster aus der Tiefe zu einem popkulturellen Phänomen avanciert ist, an dem sich bereits viele Videospielentwickler versucht haben. Doch nur wenige haben den Horrorautor dabei so erfolgreich zitiert, die die Macher von „The Sinking City“.

Darum geht’s:

Nach seinen traumatischen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg wird Charles Reed von unheilvollen Visionen heimgesucht, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen. Die Sorge, dem Wahnsinn anheimzufallen, betäubt der Privatdetektiv eher schlecht als recht mit Drogen und wird entsprechend hellhörig, als er erfährt, dass ein Ort namens Oakmont Antworten und vielleicht sogar eine Heilung verspricht.

Denn Reed ist nicht der Einzige, der von prophetischen Bildern fremdartiger Wesen und Orte unter dem Meer geplagt wird, die mit dem Kaff im Zusammenhang zu stehen scheinen, das in großen Teilen erst kürzlich einer unerklärlichen Flut zum Opfer fiel. Dort angekommen macht ihr sogleich Bekanntschaft mit den äußerst merkwürdigen Bewohnern, die mal wie eine Kreuzung aus Mensch und Affe erscheinen, mal wie ein Fisch-Mensch-Hybrid.

Und damit sind bereits ein paar Verweise auf Lovecrafts Oeuvre genannt, von denen ihr im Verlauf der gut 20 Stunden umfassenden Detektivgeschichte, in Form eines Open-World-Action-Abenteuers im Amerika der 20er Jahre, so einige entdecken werdet.