Viele SciFi- und Fantasy-Fans kennen und lieben das Warhammer-40000-Universum. Die Mischung aus düsterem Kirchenstaat, Gothic-Look, unverhohlenem Militarismus und Kriegspathos zwischen den Sternen hat etwas. Ein äußerst fleißiger Animationskünstler und sein kleines Team widmen diesem Universum gar einen eigenen animierten Film. ‘The Lord Inquisitor’ heißt das Freizeitprojekt – und die Qualität dieser Arbeit lässt so manche Hollywood-Produktion amateurhaft erscheinen.

Der Prolog zum Filmprojekt ‘The Lord Inquisitor’ ist dabei unlängst der Öffentlichkeit enthüllt worden – und hat es in sich. Erasmus Brodau heißt der Herr, der eigentlich für die Videospiel-Schmiede „Crytek“ bei Titeln wie ‘Crysis’ etc. die Videosequenzen und Intros erstellt. Weil er ein riesiger Fan des Warhammer-40000-Universums ist, kam er auf die Idee, das Ganze in bewegten Bildern zu zeigen: jede Szene mühevoll am Rechner verfertigt, in Kleinstarbeit mit ein paar Mitstreitern entstanden und ohne einen Cent Kohle dafür zu bekommen.

Inquisition und Space Marines

Und was für Bilder das sind: Wir sehen die Siegesparade des Lord-Inquisitors Torquemada Coteaz, die ungefähr alles enthält, was das Herz eines Warhammer-Fans höherschlagen lässt: Soldaten, Servitor-Knechte, gotische Kathedralenbauten und natürlich die ikonischsten aller 40k-Figuren, die Space Marines vom Orden der Imperial Fists. Doch im Hintergrund der Parade scheint – Warhammer-typisch – Finsteres vorzugehen: Der Lehrling des Lord-Inquisitors stellt einen korrupten Adeligen auf seinem Balkon. Wer dieses Scifi-Universum kennt, weiß, dass dem Manne nichts Gutes blüht.

Selbst, wenn ihr mit „Warhammer 40000“ nichts anfangen könnt, solltet ihr euch das Projekt ansehen – einen Animationsfilm in dieser Qualität, nur von begeisterten Fans erstellt und noch dazu für lau, werdet ihr so schnell nicht wieder zu Gesicht bekommen! Wir können es kaum erwarten, den ganzen Film zu sehen. FÜR DEN IMPERATOR!