Es ist schon verblüffend, dass auf reine Gedankenkonstrukte visionärer Autoren und Schriftsteller mitunter technische Innovationen folgen. So durchdachte der Franzose Jules Verne bereits 1865 in seinem wissenschaftlichen Roman „De la Terre a la Lune“ (deutsch: „Von der Erde zum Mond“) erstaunlich präzise, wie eine Mondlandung zu realisieren sei. Und dass Orwells in „1984“ skizzierter Big Brother Realität geworden ist, darüber breiten wir an dieser Stelle mal den Mantel des Schweigens.

Worauf wir hinaus wollen ist, dass es demzufolge wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Menschheit endlich Raumschiffe entwickelt, die über mächtige Sprung-Antriebe verfügen, wie sie in der gängigen Sci-Fi-Medien Gang und Gäbe sind. In „The Long Journey Home“ ist es den Menschen bereits gelungen. Blöd nur, dass es sich dabei um ein Videospiel handelt, was bedeutet, dass natürlich alles schiefgeht, was schiefgehen kann.

Darum geht’s:

Zu Beginn des „Space Exploration RPG“, welches vor einigen Monaten bereits für den PC erschien, wählt stellt ihr aus zehn möglichen Astronauten eure vierköpfige Crew zusammen, entscheidet euch für eines von je drei Raumschiffen und Landemodulen, die sich hinsichtlich Geschwindigkeit, Robustheit und Energieverbrauch unterscheiden, und macht euch auf den Weg nach Alpha Centauri. „Star Trek – Voyager“ und „Lost in Space“ mäßig schießt ihr jedoch hoffnungslos am Ziel vorbei und strandet in den Tiefen des Weltalls.

Von nun an ist es euer Ziel, euren Weg durch das jedes Mal neu generierte Universum zurück nach Hause zu finden. Dabei zehren nicht nur Ressourcen- und Treibstoffknappheit an euren Nerven, auch die verschiedenen Alien-Völker sind nicht unbedingt gut auf euch zu sprechen, von den lebensfeindlichen Bedingungen im All und auf den Planetenoberflächen ganz zu schweigen. „The Long Journey Home“ ist ein Roguelike, und das bedeutet, ihr werdet scheitern. Und das oft!