Über den Wolken: „The Legend of Zelda: Skyward Sword HD“ im Test für die Switch – Um die Vorzüge der durch Motion Plus-Aufsatz zusätzlich präzisierten Bewegungssteuerung der Wii vorzuführen, strickten die Entwickler des 2011 erschienenen „The Legend of Zelda: Skyward Sword“ das Gameplay, wo immer es ging, um das herausstechendste Feature der innovativen Konsole herum. Auch wenn die Steuerung deutlich besser funktionierte als beim vorangegangenen „Twilight Princess“, gefiel das Konzept nicht jedem. Und so sollte eine der kontroversesten Zelda-Episoden überhaupt an vielen Gamern der damaligen Zeit ungespielt vorübergehen.

Mit der HD-Neuauflage auf der unfassbar erfolgreichen Switch erhält das zu Unrecht verschmähte Abenteuer nun aber eine zweite Chance, und möchte allen verprellten Fans vor allem mit einer optionalen Knopfsteuerung ein Friedensangebot machen. Von daher sollte man doch eigentlich meinen, dass es keine Ausrede mehr gibt, sich den narrativen Auftakt der langlebigen Serie entgehen zu lassen. Oder etwa doch?

Alles beginnt im Wolkenhort, einer schwebenden Insel hoch im Himmel, wo man sich nur noch in Legenden von der Erdenwelt unten am Boden erzählt. Link ist Schüler an einer Ritterakademie, die junge Zelda eine Freundin seit Kindheitstagen. Unbeschwert unternehmen die zwei einen Flug auf ihren Wolkenvögeln, als plötzlich ein Sturm aufkommt und Zelda in die undurchdringliche Wolkendecke herabstürzt, welche die Welt am Himmel von der Erde trennt.

Natürlich macht sich Link sofort auf, die Prinzessin zu retten, und erhält dabei Hilfe von der einem Schwert innewohnenden Entität namens Phai. Wer das Original kennt, wird bei diesem Namen vermutlich gequält aufstöhnen, aber keine Sorge: Es gehört zu den Verbesserungen der Neuauflage, dass die im Original quasi unentwegt ins Spiel plappernde Nervensäge nun nur noch auf Anfrage oder in Zwischensequenzen ihren Senf dazu gibt. Halleluja.

Im Laufe des mit rund 40 bis 50 Stunden Spielzeit recht umfangreichen Abenteuers erfahren wir einiges über die Ursprünge vieler altbekannter Elemente, wie des Master Schwerts oder von Dauerfiesling Ganon. Während in Sachen Story trotz dieser enorm spannenden Prämisse leider aber eher auf Sparflamme gekocht wird, sind daneben vor allem einzige Gameplay-Elemente bemerkenswert, welche als Bindeglied zwischen den „alten“ Zelda-Teilen und dem modernen Meisterwerk „Breath of the Wild“ fungieren.