In die Jahre gekommene Spieleklassiker neu aufzulegen ist derzeit en vogue. Normalerweise reicht es dabei jedoch nicht, einfach nur Grafik und Sound auf ein aktuelles Niveau zu hieven. Immerhin entwickeln sich nicht nur Technik-, sondern auch Gameplay-Standards weiter. So wurde ein „Resident Evil 2“ von Grund auf neu entwickelt, und selbst im Falle des kommenden „Final Fantasy 7 Remake“ hat man sich trotz der fast schon kultischen Verehrung des Originals spieltechnisch bewusst von der Vorlage entfernt.

Es gibt lediglich eine Handvoll Spiele, die schon vor mehreren Dekaden so unverwüstlich gut designt worden sind, dass ihnen der Zahn der Zeit inhaltlich nichts anhaben kann. „The Legend of Zelda: Link’s Awakening“ ist eines davon und dank des jüngst erschienenen Remakes auf der Switch können sich nun auch diejenigen davon überzeugen, die das Pech hatten, diesen Meilenstein auf dem Game Boys verpasst zu haben.

Darum geht’s:

Ursprünglich war der Titel eine Art Experiment von engagierten Nintendo-Mitarbeitern, die herausfinden wollten, ob das auf dem Super Nintendo wegweisende „A Link to the Past“ auch auf den kleinen Game Boy möglich wäre. Wie sich zeigte, war es das. Gewissermaßen zumindest, denn natürlich mussten hardwarebedingt gewisse Kompromisse eingegangen werden. Dem Erfolg des kleinen Taschen-Zeldas tat dies aber nicht den geringsten Abbruch.

Gut 26 Jahre später erfreut Nintendo nun alle Fans des Originals und natürlich auch jene, die das Spiel noch nicht kennen, mit einer zeitgemäß aufpolierten Version auf der Switch. Inhaltlich bleibt alles beim Alten: Link, der sich nach seinem Sieg gegen Obermufti Ganon auf eine Reise über das Meer begeben hat, um in anderen Ländern fleißig zu trainieren, erleidet auf dem Weg zurück nach Hyrule Schiffbruch und erwacht auf der verträumten Insel Cocolint.

Ein sprechender Uhu steckt ihm kurz darauf, dass er das Eiland nur dann wird verlassen können, wenn er acht mythische Instrumente findet, um damit den Windfisch zu erwecken, der in einem riesigen Ei auf der Spitze eines Berges schlummert. Nun sind diese zwar in Dungeons versteckt, die es auf der Insel erst aufzuspüren gilt, aber in solchen Dingen hat unser spitzohriger Held ja bereits Erfahrung.