Unter dem Titel „The Dark Pictures Anthology“ bringen die Horror-Experten von Supermassive Games im halbjährlichen Turnus eine Reihe von Spielen auf den Markt, die vom Thema und Aufbau her ein wenig an die Kult-„Was wollen wir aus der Videothek mitnehmen“-Serie „Geschichten aus der Gruft“ erinnert. Ein Erzähler dient als Bindeglied zwischen den Folgen, die ansonsten nichts miteinander gemeinsam haben und jeweils eine eigene Geschichte aus einem bestimmten Horror-Subgenre erzählen. Den Anfang macht „Man of Medan“ mit einem Geisterschiff. Ob es uns das Fürchten zu lehren vermochte, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

Wer „Until Dawn“, oder generell klassischen B-Movie-Horror kennt, weiß in etwa, was ihn erwartet. Eine Gruppe junger Menschen begibt sich aus Gründen des Vergnügens an einen Ort, der mit seiner Abgeschiedenheit das natürliche Habitat von durchgeknallten Psychopathen, schaurigen Monstern oder verfluchten Geistern darstellt. Im aktuellen Fall schippert eine fünfköpfige Gruppe, bekanntlich die Mindestgröße für jeden relevanten Charakter einer solchen Erzählung, zwecks eines Tauchausfluges mit einem kleinen Boot hinaus aufs hohe Meer.

Dabei stoßen sie nicht nur auf einen versunkenen Kampfbomber aus dem letzten Weltkrieg, sondern auch auf eine Gruppe Piraten, die die Yacht der jungen Leute kurzerhand kapert, um ihnen das Geheimnis eines angeblichen Schatzes zu entlocken. Das Boot gerät jedoch in einen Sturm, aus dem plötzlich ein riesiger und wenig vertrauenerweckender Kreuzer auftaucht. Dieser hat nicht nur seine besten Jahre hinter sich, sondern selbstverständlich wohnt ihm auch ein düsteres Geheimnis inne.