Wolltet ihr nicht auch schon immer mal quer durch Nordamerika reisen? Am besten mit einem PS starken Weibermagneten unterm Arsch, und vielleicht auch noch ein paar Freunden im Schlepptau? Ab 2014 ist das dank Ubisoft Reflections kein Problem mehr. Und das Beste ist: ihr müsst dazu nicht einmal von der Couch runter.

Darum geht's:

Im Kern ist The Crew ein Open-World-Rennspiel, dessen 20stündige Kampagne ihr entweder alleine angeht, oder euch jederzeit Freunde in die maximal 4motorige Crew holt, um die gut 1000 Missionen gemeinsam zu bestreiten. Natürlich darf auf Strassen, Feldwegen, oder gar im Maisfeld auch gegeneinander angetreten werden. Passt dazu eure Kiste im Hauptquartier an die Gegebenheiten an, und macht aus einem Rennwagen ein Offroad-Monster.

Das ist gut:

Julian Gerighty, der Creative Director von The Crew, bezeichnet sein Baby als Rollenspiel mit großflächigen Multiplayer Elementen. Und 'großflächig' ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Denn wie Eingangs erwähnt, dürft ihr in bester Open-World Manier den gesamten nordamerikanischen Kontinent frei bereisen. Klar, dass die Maßstäbe kleiner sind als in der Realität, doch man benötigt immer noch satte 90 Minuten, um ohne Pause von San Fransisco nach New York zu fahren.

Alleine schon das Straßennetz umfasst mehr als 10 000 Kilometer. Um für diese Reise jederzeit gewappnet zu sein, baut ihr euren Wagen, der laut Entwickler im Prinzip ein 19 Teile Puzzle darstellt, nach eigenem Gusto um. Das ist nicht nur nützlich, sondern schaut auch noch verdammt cool aus. Hebt man beispielsweise die Motorhaube ab, sieht man wie der Motor arbeitet, sich Kolben heben und senken und sich der Keilriemen dreht. Alles was zu animieren war, wurde animiert, und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.

Das ist schlecht:

Wer mit den neuen Konsolen auf den Standart von 60 Bildern pro Sekunde gehofft hat, wird leider enttäuscht. Um stabil zu laufen, werden lediglich 30 fps erreicht. Zudem sieht das Spiel zwar nett aus, der grafische Next-Gen-Wow-Effekt bleibt jedoch aus. So wäre zum Beispiel ein weniger dezentes Schadensmodell zu wünschen gewesen, welches ebenso detailverliebt alles in seine Einzelteile zerlegt, wie es in der Werkstatt schließlich auch möglich ist. Dafür überzeugt die schiere Größe des Spielfeldes, welches zudem ohne Ladezeiten von Anfang an befahrbar ist.

Groß, größer, The Crew. Wo andere Spiele eine Stadt simulieren, brettert ihr hier über einen ganzen Kontinent und variiert nebenher im endcool präsentierten Umbaumodus die 19 Bestandteile eures Wagens. Open-World-Racing-Game in dem ihr selbst entscheidet, ob ihr als einsamer Wolf über Stock und Stein heizt, oder gemeinsam mit eurer Crew Gummi gebt.