Im Zuge der vorsichtigen Modernisierung des Spielkonzeptes hat man hier ein unaufdringliches Progression-System eingebaut. Mit verdienten Erfahrungspunkten steigen die Figuren – jede einzeln für sich – nach und nach auf, und schalten damit neue Fähigkeiten, mehr Leben oder mehr Energie für Spezialattacken frei.

Jene gehören neben einfachen Combos, Sprung-, Stoß- und Rutschangriffen sowie Ausweichmanövern und Rückwärtsschlag zum Standardrepertoire einer jeden Figur, um sich in den meist von links nach rechts, aber auch mal von oben nach unten scrollenden Levels seiner Schale, respektive seiner Haut oder seines Fells zu erwehren.

Verkettet ihr eure Attacken zu Serien, ohne währenddessen selber getroffen zu werden, lädt sich eine Powerleiste für besagte Spezialattacken auf – mit steigendem Charakter-Level auch mehrfach. Steht ihr nah am Gegner, könnt ihr diesen außerdem packen und wie Hulk seinerzeit den Loki hin und her schleudern. Oder aber – ihr ahnt es schon – ihr werft das Pack mit kultigem Mode-7-Effekt in Richtung des Spielers aus dem Bildschirm. Und wie anno dazumal ist diese Technik später auch der Schlüssel für den Sieg in einem der vielen coolen Bosskämpfe.

Jede der Figuren verfügt nicht nur über unterschiedliche Werte in den Attributen Reichweite, Kraft und Schnelligkeit, sondern auch über eine eigene Abschlussszene, was den Wiederspielwert enorm erhöht. Und das ist auch gut so, denn mit Abschnitten, die gerade einmal um die zehn Minuten dauern, ist die Spielzeit mit wenigen Stunden recht knapp bemessen – wenn auch immer noch deutlich länger, als einst auf dem Super Nintendo.

Die Optik indes könnte vermeintlich eins zu eins von der 16-Bit-Konsole stammen, allerdings hätte die olle Kiste ob des gezündeten Pixel-Feuerwerks wohl klein beigegeben. Die herrlich animierten Sprites erfreuen das Nostalgieherz und entlockten uns immer wieder freudige Jauchzer. So hat nicht nur jede Figur ihrem Charakter entsprechend jeweils eigene Animationen spendiert bekommen, auch die eigentlich inflationär eigesetzten Soldaten des Footclans erheitern immer wieder mit ulkigen Situationen das Herz.

Mal wird als Koch verkleidet in Schüsseln rumgerührt, mal in Ruhe ein Eis geschleckt, dann wieder gelangweilt Game Boy gespielt, bevor es ans Eingemachte geht. Und auch wenn ein Turtle von einem Fahrzeug überrollt platt am Asphalt klebt oder von einem Gegner gepackt wild umhergeschlendert wird, sind wir wieder ganz Kinder der 80er und 90er. Herrlich.