Schon seltsam, da steht der Name Nintendo für Familienfreundlichkeit wie kein zweiter, aber kaum laden Mario und seine Posse das Who-is-Who der Videospielgeschichte zu einem gemeinsamen Treffen ein, gibt es was aufs Maul. So natürlich auch in „Super Smash Bros. Ultimate“ auf der Switch, und das im ganz großen Stil. Denn was ursprünglich als ein kleines Stelldichein mit überschaubaren zwölf Gästen auf dem N64 begann, erinnert mittlerweile eher an ein gigantisches Branchenfestival.

Darum geht’s:

Zunächst einmal muss erklärt werden, dass sich die „Smash Bros.“-Reihe schon seit Beginn von den gängigen Prügelspielkonventionen losgesagt hat. Hier geht es nicht darum, dem Gegner die Lebensleiste leer zu kloppen, sondern ihn solange zu beharken, bis sich eine Prozentanzeige ausreichend gefüllt hat, um ihn aus der Stage zu befördern. Stoßen eure Angriffe Opfer mit wenigen Prozent zunächst nur ein wenig von euch weg, gibt es im dreistelligen Bereich schon einmal Flugeinlagen, auf die ein Dragon Ball stolz wäre.

Dabei beherrscht jeder der Kämpfer prinzipiell die gleichen Manöver. Zur Verfügung stehen normale und Spezialattacken, die je nach gewählter Richtung variieren und sich bis zu drei Sekunden lang aufladen lassen. Außerdem dürft ihr Gegner greifen, blocken, beziehungsweise ausweichen und springen. Innerhalb dieses Grundkonzepts ist die Abwechslung je nach gewählter Figur jedoch so dermaßen groß, das sich kaum ein Charakter spielt wie der andere.

In den 2-D-Stages treten zwei bis acht Kämpfer gegeneinander an, wahlweise lokal oder online. Berühmt geworden ist die Reihe freilich für ihr immenses Multiplayerpotential, mit einer ausladenden Kampagne, die an ein Rollenspiel erinnert, ist aber auch für Solospieler ordentlich was geboten. Zumal man dabei weitere Spielfiguren und Boni für die anderen Spielmodi sammelt.