Gewaltspiele fördern die eigene Gewalt, sie rufen die Teenager zu Bluttaten auf und lassen sie im schlimmsten Falle Amok laufen. Oder? Wenn es nach einer Studie aus Kanada geht, haben Gewaltspiele tatsächlich einen Einfluss auf die Entwicklung von Teenagern, allerdings wohl nicht ganz so verheerend, wie die deutschen Medien und Politiker immer meinen.

Jugendliche, die vermehrt gewalthaltige Spiele spielen, haben weniger Mitgefühl mit anderen und eine verfälschte Sichtweise, was „richtig und falsch“ angeht. Kurz: Sie bleiben moralisch zurück.

Bei einigen Kindern kam es tatsächlich zu keiner Veränderung ihrer Moralvorstellungen oder Psyche. Die Probleme traten erst auf, nachdem ein Knirps mehr als drei Stunden vor der Flimmerkiste verbracht und auf virtuelle Feinde geschossen hatte.

Wichtige soziale Aspekte bleiben unentwickelt, wenn die Gamer zu viel Zeit in der virtuellen Realität verbringen, anstatt mal vor die Türe zu treten und die Welt zu entdecken, die hinter den Rollläden liegt.