Zwar findet Taro in Metallkisten hilfreiche Pick-ups, diese beschränken sich jedoch auf die Heilung eurer Gesundheit, einen Schild, der zwei Treffer abhält, und eine temporäres Elektro-Upgrade, welches die Reichweite eurer Peitsche signifikant erhöht. Zwar leert sich der Energiebalken für letztgenanntes Pick-up kontinuierlich, boxt ihr einen Feind im Nahkampf nieder, könnt ihr dessen Energiekern aber nutzen, um die Dauer zu erhöhen.

Optisch ist „Steel Assault“ ein wahres Fest für pixelverliebte Augen: Wir kämpfen uns im Regen durch eine zerstörte Stadt, durchqueren einen brennenden Wald, übernehmen das Geschütz auf einem Schnellboot oder dringen in eine gigantische fliegende Festung ein. Zwar ist nicht jeder Abschnitt ein Augenöffner, wer auf Games im Retro-Look steht, kommt an dem Titel aber kaum vorbei.

Wir haben uns übrigens die volle Dröhnung gegeben und mit bilinearem Filter, CRT-Filter sowie CRT-Krümmung gezockt, die zusammen einen alten Röhrenfernseher gut nachbilden. Wem das zu viel Retro ist, der kann die standardmäßig aktivierten Filter im Optionsmenü aber auch deaktivieren. Das klassische 4:3-Format bleibt allerdings Pflicht.

Der wohl größte Kritikpunkt an „Steel Assault“ ist die knappe Länge des Spieles: Wir waren gerade erst richtig warm geworden, da war es nach gut anderthalb Stunden auch schon wieder vorbei. Die Tatsache, dass wir unbedingt weiterspielen wollten, spricht natürlich für die Qualität des Titels. Entsprechend schade ist, dass es bis auf einen erneuten Anlauf auf einem höheren Schwierigkeitsgrad oder im Arcade-Modus nach dem Abspann nichts mehr zu tun gibt.

Fazit:

Kurz aber knackig: „Steel Assault“ beschwört mit seiner Pixelkunst und einem Gameplay irgendwo zwischen „Contra“ und „Castlevania“ gelungen die goldene 16-Bit-Ära herauf. Wunderschön gestaltete Level geben sich mit spektakulären Bossen die Klinke in die Hand, so dass Spieler von der ersten bis zur letzten Minute ebenso gefordert wie unterhalten werden. Leider sind es derer jedoch nicht allzu viel, so dass der Spaß auch schon wieder vorbei ist, bevor er richtig angefangen hat.

„Steel Assault“ ist für Nintendo Switch und PC erhältlich.