Das ist gut/schlecht:

„Steel Assault“ hat einen recht knackigen Schwierigkeitsgrad, den weniger frustresistente Zocker jedoch in vier Stufen herunterregeln können. Echte Profis versuchen sich indes an dem Arcade-Modus, in dem euch lediglich ein Leben zur Verfügung steht. Für das Genre ungewöhnlich ist, dass Taro über eine Lebensleiste verfügt. Die nimmt mit jedem Treffer ab und wird zu Beginn eines neuen der nur wenige Minuten andauernden Abschnitte wieder aufgefüllt. Auch die Speicherpunkte sind großzügig gesetzt, so dass man sich über mangelnde Fairness nicht beklagen kann.

Da ihr von allen Seiten aus angegriffen werdet, kann Taro seine Peitsche in alle acht Himmelsrichtungen schlagen, um entweder anzugreifen oder Projektile abzuwehren. Obacht: Dies ist nur bei den Standardgeschossen möglich. Spezielle leuchtende Salven lassen sich damit nicht kontern. Jenen könnt ihr dafür aber mit einem Rutschmanöver auf den Knien entgehen, welches euch für einen kurzen Augenblick unverwundbar macht.

Ein cooles und vor allem unverbrauchtes Feature ist Taros Seilbahn. Auch diese lässt sich in alle acht Himmelsrichtungen abfeuern und bildet eine erklimmbare Leine, wenn sie an beiden Enden halt findet. Stürzt ihr also in einen Abgrund, könnt ihr euch retten, indem ihr schnell das Seil links und rechts verankert. Wollt ihr auf eine Plattform über euch, spannt eure Leine vertikal und klettert daran empor.

Die Seilbahn ist im Zuge vertikaler Levelabschnitte, bei denen man zum Beispiel vor aufsteigender Lava flieht oder sich einen Aufzugschacht emporkämpft, unerlässlich und auch in seitlich scrollenden Abschnitten oft die einzige Möglichkeit, dem Feindbeschuss zu entgehen. Insbesondere bei den teils spektakulär inszenierten Bossgegnern solltet ihr den sicheren Umgang mit der Seilbahn beherrschen.

Diese setzten nämlich gerne den Boden unter Strom, wollen auf fliegenden Gefährten bekämpft werden oder feuern auch mal Kugelsalven auf euch, die fast schon an Bullet- Hell-Gewitter moderner Shoot 'em Ups erinnern. Generell lässt sich „Steel Assault“ von vielen klassischen Titeln inspirieren, ohne dass dies aufgesetzt wirkt oder der spielerischen Harmonie schadet. Ein Abschnitt zitiert gar die Sky Chase Zone aus „Sonic 2“.