In ihrem neuesten Werk „State of Mind“ zeichnet das eher für bunte und humorvolle Adventures bekannte Hamburger Entwicklerhaus „Daedalic Entertainment“ zur Abwechslung ein ebenso düsteres wie pessimistisches Bild unserer Zukunft. Doch es gibt sich nicht damit zufrieden, euch einfach stumpf durch eine SciFi-Kulisse unserer Hauptstadt im Jahre 2048 zu scheuchen, sondern stellt Fragen, die euch zum Nachdenken zwingen werden. Wahrlich keine leichte Kost. Ob uns der philosophische Abenteuer-Trip nach Berlin aber dennoch bekommen ist, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

Im Jahr 2048 schlägt das kalte Maschinenherz in der Brust der Gesellschaft fast schon so laut wie das aus Fleisch und Blut. Geblieben ist eine von Krieg und Armut gebeutelte Welt, in der unzählige Drohnen den Himmel verdunkeln und das Neonlicht schon längst die Sonne verdrängt hat. Inmitten dieses Szenarios erwacht ihr in der Rolle des preisgekrönten Journalisten Richard Nolan nach einem Verkehrsunfall in einem Krankenhaus. Ihr wisst zwar noch, wer ihr seid, doch die Erinnerung an den Unfall und vor allem die Umstände, die dazu führten, sind infolge einer leichten Amnesie nicht greifbar.

Wieder daheim müsst ihr feststellen, dass eure Frau und euer Sohn verschwunden sind und euch zu allem Überfluss auch noch mit dem lästigen Androiden herumärgern, den Richards Frau, sehr zu dessen Ärger, angeschafft hat. Denn Richard ist bekennender Technologiekritiker, eine Tatsache, die ihn kurz darauf auch noch den Job kostet. Da er aber immerhin noch Zugriff auf die digitalen Ressourcen seines Arbeitgebers hat, macht sich Richard auf die Suche nach seiner Familie, die ihn mit mehr als nur der eigenen Vergangenheit konfrontieren wird.