Das ist schlecht:

Zwar merzen die Macher mit dem Koop-Modus einen der größten Kritikpunkte des Vorgängers aus, schade ist jedoch, dass ihr anderen Spielern nur als Gast beitreten, oder eben selber hosten könnt. Auf lange Sicht eine gemeinsame Basis errichten? Fehlanzeige! Alles, was ihr aus dem Beitritt in ein anderes Spiel mitnehmt, sind der Loot und die Erfahrungspunkte.

Das ist zwar nicht zu verachten, da eure Figur jedoch auch im Koop dauerhaft sterben kann, fragt man sich mitunter, ob sich das Risiko lohnt. Mag sein, dass das im Sinne des harten Überlebenskampfes auch so gewollt ist, das Teilen einer gemeinsamen Welt hätte aber die gleiche Dramaturgie geboten, dabei aber ein ungleich lohnenswerteres Ziel in Aussicht gestellt. Die Tatsache, dass man sich nicht zu weit vom Host entfernen darf und es immer wieder zu Verbindungsabbrüchen kommt – was durchaus den Tot eures Helden zur Folge haben kann – macht das heiß ersehnte Koop-Feature zu einem zweischneidigen Schwert.

Ähnlich wie im Vorgänger ist die Technik zudem bestenfalls als zweckmäßig zu bezeichnen. Manch einer würde „State of Decay 2“ gar hässlich nennen, und hätte mit Blick auf matschige Texturen, hakelige Animationen, die triste Farbwahl und diverse Bugs und Glitches auch nicht so ganz unrecht. Dazu gesellen sich blasse Figuren, deren dünne Geschichten so austauschbar sind wie die Batterien in einem Funkgerät, sowie das Abarbeiten der immer gleichen Aufträge in einer Welt, in der jeder Supermarkt gleicht aussieht.

„State of Decay 2“ ist ab sofort für Xbox One und PC erhältlich.

Spannender Überlebens-Kampf in der Zombie-Apokalypse. Errichtet eine Basis, kümmert euch um die Bedürfnisse einer immer größer werden Gruppe von Überlebenden und erobert die Welt Stück für Stück zurück. Motivierend und spielmechanisch gut umgesetzt, technisch jedoch fehlerhaft und nicht auf der Höhe der Zeit.