Das ist gut:

Dazu wirft euch „State of Decay 2“ mitten in die offene Welt eines fiktiven amerikanischen States, den ihr euch in Third-Person-Perspektive nach und nach erschließt. Schnell trefft ihr auf weitere Überlebende, steht ihnen tatkräftig zur Seite und gliedert sie im Idealfall in eure Gemeinschaft ein. Das ist insofern wichtig, als dass die Gruppe der wahre Held des Spieles ist, und dessen Mitglieder quasi den Lebensbalken darstellen. Denn jede der Figuren im Spiel kann sterben und bleibt dann auch unwiderruflich tot.

Zwar wird ein Charakter, der häufig kämpft, immer besser in dem was er tut, doch auch der wildeste Krieger wird irgendwann müde. Die Bäuche eurer Leute wollen trotzdem gefüllt werden, weshalb ihr in eurer auszubauenden Basis oder in errichteten Außenposten immer zwischen den Figuren wechselt, um euch mit einem ausgeruhten Helden abermals auf die Suche nach Brauchbarem zu machen, oder euch um die Hilferufe und Bitten weiterer Überlebender zu kümmern.

Das bringt eine ordentliche Portion Spannung ins Spiel, da ihr stets Abwägen müsst, wie weit ihr euch hinauswagt. Wer mit einem vollgepackten Rucksack in der Pampa steht, verfügt bald nicht mehr über die nötige Ausdauer, um sich gegen die allgegenwärtigen Zombiehorden zur Wehr zu setzen. Natürlich könntet ihr auch schießen, aber das kostet wertvolle Kugeln und lockt weitere Zombies an. Im schlimmsten Fall den dicken Juggernaut, der euch mit bloßen Händen in zwei Hälften reißen kann. Eine Fahrt mit dem Auto wiederum spart zwar Zeit und Kraft, doch Benzin ist ebenso rar wie Munition, und wenn die Karre weit draußen verreckt, habt ihr ein echtes Problem.

Neben dem Sicherstellen der grundsätzlichen Versorgung und dem Erfüllen von Nebenaufgaben, solltet ihr zudem bei jeder Gelegenheit die sogenannten Seuchenherzen in der Umgebung zerstören, die immer neue Zombies generieren, welche euch mit der fiesen Blutseuche anstecken können. Zwar besteht durchaus Aussicht auf Heilung, aber ein infizierter Kamerad kann die schöne Tagesplanung gewaltig durcheinanderbringen. Zumal es auch so schon schwer genug fällt, es allen recht zu machen und ihr den einen oder anderen Verlust wohl oder übel in Kauf werdet nehmen müssen.

Wohl dem, der einen Schwung Freunde an der Hand hat. Mit bis zu drei weiteren Mitspielern metzelt es sich im Koop-Modus gleich viel entspannter durch jede auch noch so große Herde. Dank Crossplay funktioniert das sogar, wenn eure Kumpels auf dem PC zocken und ihr auf der Xbox One oder umgekehrt.