Star Wars: Jedi Fallen Order im Test für PS4 und Xbox One – Videospieler mit „Star Wars“-Faible, die am liebsten solo zocken, blicken auf entbehrungsreiche Jahre zurück. So entpuppte sich die versprochene Singleplayerkampagne von „Star Wars Battlefront II“ als spielerische Luftnummer und das verheißungsvolle „Star Wars 1313“ wurde gleich ganz gecancelt. Die Ankündigung von „Star Wars: Jedi Fallen Order“ schürte dann zwar neue Hoffnung, aber gleichermaßen die Skepsis, ob und inwieweit Publisher EA uns den Spielspaß mit Loot-Boxen und Mikrotransaktionen wohl diesmal verderben würde.

Es sagt aber wohl eine ganze Menge über den fertigen Titel aus, wenn wir an dieser Stelle konstatieren, dass es sich bei „Star Wars: Jedi Fallen Order“ um ein reinrassiges Action-Adventure für Solisten handelt, das ihr entgegen des allgegenwärtigen Games-as-a-Service-Trend quasi ab Werk fertig kauft. Und dazu noch um ein richtig, richtig Gutes!

Darum geht’s:

Man könnte glatt meinen, die Macher von „Star Wars: Jedi Fallen Order“ wollten bei der Entwicklung des Spiels nicht nur auf Nummer Sicher gehen, sondern förmlich zementieren, dass wir es hier mit der Mutter einer Solokampagne zu tun zu haben. Denn hinsichtlich des Spieledesigns zitiert man nicht nur die absoluten Größen in dieser Disziplin, sondern versucht sie gar unter dem „Star Wars“-Banner zu einen. Das Kampfsystem könnte ein Padawan von „Dark Souls“ sein, die Rätsel und Kletterpassagen sind auf die gleiche Schule gegangen wie Nathan Drake und Lara Croft, der Aufbau der Spielwelt erinnert in bester Metroidvania-Manier an das letzte „God of War“.

Inhaltlich wird in „Star Wars: Jedi Fallen Order“ eine komplett eigenständige Geschichte um den jungen Jedi Cal Kestis erzählt, der sich rund fünf Jahre nach den Ereignissen von Episode 3 auf dem Schrottplaneten Bracca verkrochen hat, um den ausführenden Inquisitoren der Order 66 zu entgehen, die nicht weniger als die vollständige Vernichtung des Jedi-Ordens verfolgt. Als Cal sich jedoch gezwungen sieht, einen Freund mit Hilfe der Macht zu retten, macht er sich damit zur Zielscheibe des Imperiums und entgeht mit Hilfe von Ex-Jedi Cere Junda und ihres Piloten Greez Dritus nur knapp den Fängen einer Schülerin des Darth Vader.

Ceres Ziel ist es, den Jedi-Orden um jeden Preis wieder aufzubauen. Da sie selbst der Macht abgeschworen hat, benötigt sie allerdings Cals Hilfe, um ein sogenanntes Holocron aufzuspüren, mit dem sich die verbliebenen Machtwirker aufspüren lassen. Mit den Inquisitoren des Imperiums im Nacken beginnt eine Jagd, welche die Protagonisten an neue aber auch bekannte Orte des „Star Wars“-Universums führt, und auch das eine oder andere Treffen mit bekannten Gesichtern verspricht.